Obligatorischer Technik-Check seit vier Jahren überfällig

Susanne Schlenga

Wetter.  Vor allem an diesen schönen Spätsommertagen rollen die Radler in Scharen über die Radwegebrücke zwischen Demag und Oberwengern. Was sie nicht wissen: Der Brücke fehlt seit vier Jahren der notwendige Brücken-TÜV. Alle sechs Jahre ist eine so genannte Brückenprüfung vorgesehen. Dann werden tragende Teile, Verbindungen und Aufbauten in Augenschein genommen. Schließlich geht Sicherheit vor.

2007 freigegeben

Nun ist das Bauwerk an der Ruhr nicht mit den Methusalem-Brücken zum Beispiel an der Sauerlandlinie zu vergleichen. 2007 wurde sie für den Radverkehr freigegeben, seitdem sorgt die Stadt für die Verkehrssicherung des Radweges. Doch eine Prüfung auf „Herz und Nieren“ gab es bislang nicht. Warum? Die Brücke gehört dem Regionalverband Ruhr (RVR). Und der ist zwar als Eigentümer verantwortlich, verfügt aber nicht über die notwendigen Kompetenzen. „Bei Bau und Übergabe habe es Absprachen gegeben, dass die Stadt Wetter und Straßen NRW sich einigen, wer sich um die Brückenprüfung kümmer“,erläutert Jens Hapke, Sprecher des RVR. Das sei aber wohl nicht deutlich genug kommuniziert worden, räumt Hapke ein. Die Folge: Niemand sah sich in der Verantwortung, die Fahrradbrücke in die Prüfungsroutine mit aufzunehmen. Die Stadt sieht derweil den Regionalverband in der Pflicht.

Und die Radler? Die können weiter unbesorgt über die Brücke rollen. „Es besteht kein Anlass zur Sorge. Bei den regelmäßigen Kontrollen der Stadt Wetter im Rahmen der Verkehrssicherung hat es bislang keine Auffälligkeiten gegeben“, so Jens Hapke.