Wetter

Mörderisches Verwirrspiel sorgt für Spannung

Olivia Swan lädt zum Mörderraten (Sabine Gruß) auf ihr abgelegenes Sommerhaus ein.
Olivia Swan lädt zum Mörderraten (Sabine Gruß) auf ihr abgelegenes Sommerhaus ein.
Foto: WP
Das Koffertheater feiert die Uraufführung des Mystery-Thrillers „Der unsichtbare Gast“ in der ausverkauften Lichtburg. Das Stück ist hochspannend und verleitet zum Miträtseln: Wer ist der Mörder? Am Ende wartet eine überraschende Wende auf das Publikum.

Wetter.  Sieben Menschen kommen in einem abgelegenen Sommerhaus zusammen. Draußen wütet ein Sturm, die Verbindung zur Außenwelt ist abgeschnitten. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf, das Morden beginnt.

Das Stück „Der unsichtbare Gast“, mit dem das Koffertheater jetzt in der Lichtburg eine Uraufführung feierte, beginnt mit der klassischen Konstellation eines jeden Mystery- und Kriminalthrillers. Von Anfang an kann das Publikum die Gefahr förmlich riechen, weiß, dass etwas hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Es wird gerätselt: Wer könnte das nächste Opfer sein? Wer ist der Mörder?

Der Krimiautor hofft auf neue Ideen

Im Mittelpunkt des Stücks steht der Krimiautor Arthur Ballantine (Kris Köhler), der vom einstigen Stummfilmstar Olivia Swann (Sabine Gruß) in ihr Sommerhaus eingeladen wird. Swann verspricht ihm, dass er hier, inmitten der weiteren Gäste, zum Zeugen einer realen Kriminalgeschichte wird, an dessen Ende die Entlarvung und Bestrafung eines Mörders steht. Ballantine glaubt, so Stoff für seinen neuen Roman zu finden.

Schon bald gibt es den ersten Toten unter den Gästen und Ballantine muss erkennen, dass er selbst Teil des mörderischen Spiels geworden ist. Verzweifelt versucht er, den Mörder unter den Anwesenden zu finden und stößt dabei an die Grenzen seines Verstandes.

„Der unsichtbare Gast“ ist von Heinz Westerweller ursprünglich als Hörspiel geschrieben worden. Sein Bruder Michael, der seit 2009 zum Ensemble des Koffertheaters gehört, hatte jedoch die Idee, daraus ein Bühnenstück zu machen. Sabine Gruß half bei der weiteren Umsetzung.

Herausgekommen ist dabei ein spannendes Theaterstück, das mit zahlreichen Mystery-Elementen das Publikum in seinen Bann zieht.

Großartig ist dabei die schauspielerische Leistung der einzelnen Darsteller. Ihr dichtes und konzentriertes Spiel sorgt dafür, dass die Spannung fast über zwei Stunden aufrechterhalten wird. Gekonnt bringen sie dabei die Konflikte und Brüche ihrer Figuren an die Oberfläche, allen voran Kris Köhler. Seinen Arthur Ballantine spielt er mit einer Mischung aus Selbstüberzeugung und Verunsicherung, bei dem Realität und Wahnsinn nah beinander liegen.

Während des gesamten Stückes baut sich so die bedrohliche und unheimliche Stimmung immer weiter auf. Erst ganz am Schluss wird das mörderische Verwirrspiel aufgelöst und hält für das Publikum eine überraschende Wende bereit - die hier aber aus Spannungsgründen nicht verraten werden soll. Nur so viel: Am Ende wird keiner überleben.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel