Mitmachen beim historischen Quiz mit Herdecker Fotos

Wo ist dieses Foto (Bild 1) 1964 entstanden? Wer dies und mehr weiß, kann am historischen Quiz teilnehmen. Hinweis: Die Straße liegt in einem Stadtteil.
Wo ist dieses Foto (Bild 1) 1964 entstanden? Wer dies und mehr weiß, kann am historischen Quiz teilnehmen. Hinweis: Die Straße liegt in einem Stadtteil.
Foto: Stadt Herdecke
Zum 275-Jahr-Jubiläum der Stadt Herdecke will die Redaktion das Heimatwissen von Ihnen prüfen: Erkennen Sie die abgebildeten Orte, wenn nicht alle fünf, so doch einige davon? Machen Sie mit und gewinnen Sie eine DVD oder ein historisches Buch.

Herdecke..  Die Stadt Herdecke feiert in diesem Jahr ihren 275. Geburtstag. Da sich auch die Eingemeindung Endes zum 75. Mal jährt, ist es Zeit für ein historisches Quiz: Wie gut kennen Sie Ihre Heimat? Was sagen Ihnen die fünf hier abgebildeten Fotos?

Ein paar Grundlagen der Herdecker Allgemeinbildung werden vorausgesetzt. Die meisten dürften wissen, dass die Frauenstifts-Gründung im 9. Jahrhundert gewissermaßen die Initialzündung war, auch wenn der Name Herdecke erst um 1100 erstmals auftauchte. Graf Engelbert III. von der Mark verlieh dann 1355 dem lange ländlich und bäuerlich geprägten Ort das Recht, einen Kornmarkt abzuhalten. Eine Reminiszenz daran ist der heutige Sackträgerbrunnen, der 1937 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Kampsträter Nachbarschaft gestiftet wurde.

Urkunde verschwunden

Wussten Sie hingegen, dass die Urkunde mit dem Siegel des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I., der am 26. Mai 1739 Herdecke die Stadtrechte verlieh, bis heute verschwunden ist? Dass das Sonnsteinfest von 1881 bis 1885 der Vorläufer des Harkortbergfestes für Turner ab 1886 war?

Oder dass Hagen die Stadtrechte erst fünf Jahre später als Herdecke bekam? Dass ein unterschriftsreifer Vertrag mit Hagen zur Eingemeindung vorlag, der in der Ruhrstadt aber 1929 abgelehnt wurde? Dabei gehörte Herdecke nach der neuen preußischen Verwaltungseinteilung aus dem Jahr 1817 lange dem Kreis Hagen an, ehe es mehr als 100 Jahre später Bestandteil des Ennepe-Ruhr-Kreises und weit darüber hinaus bekannt wurde, als es 1930 mit dem Koepchenwerk eines der ersten beiden Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland erhielt.

Christian Münch weist als Vorsitzender des hiesiegen Heimat- und Verkehrsvereins zudem noch auf weitere Besonderheiten hin: Am Kölner Dom, dem meistbesuchten Denkmal in Deutschland, ist der heimische Ruhrsandstein verbaut. Und bezogen auf die Einwohnerzahl Herdeckes, sei die Quote der Olympiateilnehmer stets sehr hoch gewesen. Bei seinem Vortrag während der offiziellen 275-Jahr-Feier erinnerte er an die Durchfahrt der Quadriga vom Brandenburger Tor im Jahr 1914 in Herdecke, an wirtschaftliche Brüche (Ende des Kornmarktes 1870, die Hochzeit der Steinbrüche, bis zu 1300 Habig-Angestellte bei einer Bevölkerung von 10 000), an die Bevölkerungs-Entwicklung von 936 im Jahr 1739 bis auf 26 000 (1993), an die Überflutung der Ruhr durch die Möhnesee-Bombardierung 1943 oder an die letzte Straßenbahnfahrt am 25. Mai 1974.

„Herdecker Geschichte zeichnet aus, dass es zu jeder Zeit Bürger gab, die aus dem, was da war, etwas mehr gemacht haben. Herdecke hat sich nie neu erfunden, sondern weiterentwickelt“, so Christian Münch. „Dies ist kein Verdienst einer einzelnen Person oder Gruppierung, sondern es ist im Laufe der letzten 275 Jahre einer großen Gemeinschaft zu verdanken, dass sie Antworten auf sich stellende Fragen gefunden hat. Dabei lasse ich offen, wann es sich um Können oder Glück handelte, jeweils die richtige Entscheidung getroffen zu haben.“

Lösungen per Mail oder Postkarte

Genug Geschichte, hinein ins Quiz: Stadtsprecher Dennis Osberg hat im Archiv gewühlt und fünf Bilder herausgesucht. Damit verbunden die Frage an Sie, liebe Leserinnen und Leser: Erkennen Sie die Örtlichkeiten? Wenn ja, schicken Sie der Lokalredaktion doch bitte eine E-Mail oder eine Postkarte (Westfalenpost/Westfälische Rundschau, Kaiserstraße 86, 58300 Wetter) mit den Lösungen. Wer alle fünf Motive erkennt, hat die größten Chancen auf einen Gewinn. Wer nicht alle Gebäude oder Straßen zuordnen kann, ist dennoch herzlich zur Teilnahme eingeladen. Einsendeschluss ist der 29. August 2014.

Auch die Preise haben natürlich einen historischen Bezug. Zu gewinnen gibt es fünf DVDs von der offiziellen 275-Jahr-Feier der Stadt am 26. Mai 2014 im Zweibrücker Hof. Fünf weitere Gewinner erhalten das Buch „Herdecke angeklickt – Historisches neu entdeckt“ von den Autoren Tanja Münch und Wolfram Mellinghaus, das 2013 vom Heimat- und Verkehrsverein herausgegeben wurde. Der spendiert zu jedem Buch-Gewinn noch eine alte Ausgabe der Herdecker Blätter.

Lösungen gerne per Mail an wetter@westfalenpost.de oder wetter@wr.de

 
 

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