Mehr Platz für Wohnmobile

Ein Ausschnitt aus dem Plan für den Ringplatz: links der Eingang, in der Mitte die Ver- und Entsorgung, rechts die Rampe runter zum Obergraben.
Ein Ausschnitt aus dem Plan für den Ringplatz: links der Eingang, in der Mitte die Ver- und Entsorgung, rechts die Rampe runter zum Obergraben.
Foto: WR

Wetter.  Der Stellplatz für Wohnmobile auf dem Ringplatz soll aufgewertet werden. Darin waren sich die Lokalpolitiker schon letztes Jahr einig - und gaben der Verwaltung den Auftrag, Vorschläge zu erarbeiten, wie dort mit möglichst wenig Geld für mehr Komfort gesorgt werden kann. In der letzten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses stellte Egbert Feuerstack vom Stadtbetrieb zwei Varianten vor, denen allerdings ein Gesamtkonzept zur Umgestaltung des Platzes zugrunde liegt. Getragen werden die Pläne von drei markanten Gestaltungsbausteinen:

Der Eingang

Dort sollen bis zu 24 Pkw-Stellplätze entstehen, die durch Bäume und Sträucher in vier Bereiche gegliedert werden. Daneben werden die Papier- und Glascontainer geordnet und ebenfalls mit Grün umrandet. Eine große Infotafel soll Nutzern ausreichende Informationen geben über die Stadt, den Ruhrtalradweg, Sehenswürdigkeiten und auch Wohnmobilisten mit Hinweisen versorgen. Kosten: 16 500 Euro.

Die Rampe

Für eine direkte Anbindung für Fußgänger und Radfahrer an den Ruhrtalradweg schlägt der Stadtbetrieb vor, hinter der ehemaligen Tankstelle eine 1,50 Meter breite Rampe mit etwa zehn Prozent Gefälle zu installieren, die die abschüssige Böschung hinunter zum Obergraben führt. Kosten: 19 000 Euro.

Der Stellplatz

Der Wohnmobil-Stellplatz sollte von jetzt 700 Quadratmetern (für maximal 8 Wohnmobile) auf etwa 1000 qm erweitert werden, so dass dann in Zukunft etwa weitere 10 bis 14 Wohnmobile dort stehen könnten. Für eine optimale und komfortable Ausstattung könnten die Stellplätze mit einer zentralen Stromversorgungssäule und einer Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung ausgestattet werden. Kosten: 25 000 Euro.

Die Gesamtkosten liegen demnach bei 60 000 Euro. Egbert Feuerstack erklärte, dass es möglich sei, den Ausbau entsprechend den Bausteinen in drei Etappen durchzuführen. Wie er berichtete, wird der vorhandene Wohnmobil-Stellplatz immer mehr angenommen und ist im Sommer oft sehr voll. Sogar in den Herbst- und Wintermonaten machten ständig Wohnmobile hier Station. Eine Befragung der Wohnmobilsten hat ergeben, dass sie den Ringplatz aus mehreren Gründen anfahren - unter anderem, weil er komfortabel zu erreichen ist, nahe am Wasser liegt, ungehindert und ganztägig angefahren werden kann, relativ ruhig und dennoch zentrumsnah liegt, und weil er nah am Ruhrtalradweg liegt. Als Nachteil für den Aufenthalt von mehr als einem Tag hatten die Wohnmobilsten die fehlenden Einrichtungen für Ver- und Entsorgung genannt. „Der Stadtbetrieb könnte sich auch vorstellen, den Platz zu betreuen“, schloss Feuerstack seine Präsentation.

Baufachbereichsleiter Manfred Sell unterstrich, dass es schon seit Jahren geplant sei, die Eingangssituation der Stadt zu verbessern. Und dieser Plan nun der Einstieg in ein Zukunftsmodell sein könne. Nach angeregter Diskussion votierten die Ausschussmitglieder einstimmig dafür, Haushaltsmittel für 2013 einzuplanen. Über die Höhe soll bei den Haushaltsberatungen entschieden werden.

 
 

EURE FAVORITEN