Landesregierung fördert „Büro für leichte Sprache“

Wetter.  Die Landesregierung setzt sich für eine umfassende Barrierefreiheit ein und fördert deshalb den Aufbau eines Kompetenzzentrums „Leichte Sprache“. „Mit Barrieren haben nicht nur Rollstuhlfahrer zu kämpfen. Auch schwierige Texte können eine Barriere sein. Weil es gar nicht so leicht ist, komplizierte Dinge einfach auszudrücken, bietet das Kompe­tenzzentrum ‚Leichte Sprache’ hierbei professionelle Unterstützung“, sagte Wilhelm Schäffer, Staatssekretär im NRW-Sozialministerium, beim Besuch der Agentur Barrierefrei NRW in Volmarstein .

„Die leichte Sprache“, so der Staatssekretär weiter, „ist eine besonders leicht verständliche Ausdrucksweise, die es auch Menschen mit Beein­trächtigungen erleichtert, Texte zu verstehen.“ Das Kompetenzzentrum „Leichte Sprache“ berät öffentliche Einrichtungen in NRW zum Thema sprachliche Barrieren. Es entwirft Schulungen für leichte Sprache und bietet Übersetzungen und Überprüfungen von Texten in leichter Sprache an.

„Nordrhein-Westfalen leistet damit bundesweit Pionierarbeit, denn sol­che Angebote sind noch außerordentlich selten“, sagte Schäffer.

Lob für die guten Ideen

Pfarrer Jürgen Dittrich, Vorstandssprecher der Evangelischen Stiftung Volmarstein, begrüßte die Gäste aus dem Ministerium und aus der lokalen Politik und gab einen kurzen Einblick in die Arbeitsbereiche der ESV. Danach führte Prof. Christian Bühler, Leiter des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung und der Agentur Barrierefrei NRW, die Gäste durch das Haus. „Das hätte ich mir so nicht vorgestellt. Das gesamte Setting an guten Ideen ist beeindruckend. Im Namen der Landesregierung bedanke ich mich für die Arbeit“, so der Staatssekretär.