Knappe Mehrheit für den Stork

Wetter.  Mit denkbar knapper Mehrheit (sieben Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und eine Enthaltung) hat der Hauptausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend die anstehenden Beschlüsse für die weitere Entwicklung des Gewerbegebiets am Stork gefasst.

„Wir sind seit fünf Jahren in einem Abwägungsprozess, und der Rat hat sich das nicht einfach gemacht. Als SPD sind wir zu dem Ergebnis gekommen, uns für Arbeitsplätze und Gewerbe zu entscheiden. Wir wollen attraktive Firmen nach Wetter holen und sie auch hier halten“, machte Dirk Fröhning noch einmal die Position der SPD deutlich. Dennoch, so Fröhning weiter, sei die Zahl der Stork-Gegner beeindrucken. Wichtig zum Wohle der Stadt ist das geplante Gewerbegebiet in den Augen der FDP. Unterstützung gab es auch von den Bürgern für Wetter.

CDU, UWW und Grüne dagegen

Für die CDU erklärte Fraktionsvorsitzender Peter Pierskalla dagegen: „Die CDU hat ihre Meinung damals nicht aus populistischen Gründen geändert. Wir haben nach wie vor Zweifel; denn es stehen jetzt vier Millionen Euro im Raum. Deswegen bleiben wir aus wirtschaftlichen Gründen weiter dagegen.“ Grüne und UWW (Unabhängige Wählergemeinschaft Wetter) bekräftigten ihre erheblichen Bedenken gegen die Ansiedlung mit ausführlichen Protokollnotizen.

Bereits zu Beginn der Sitzung hatten Gegner des Stork von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Fragen zu stellen. Fritz Höller etwa wollte wissen, warum Baufachbereichsleiter Manfred Sell gesagt habe, der Etat sei von dem Gewerbegebiet nicht betroffen, im Etatentwurf aber dennoch ein Posten in Höhe von 25 000 Euro vorgesehen sei. „Das sind Planungskosten“, klärte Bürgermeister Frank Hasenberg auf. Kämmerer Andreas Wagener ergänzte, dass sich die Sachlage zudem geändert habe: „Heute verfolgen wir die Erschließung über einen privaten Investor und nicht mehr, wie es etwa noch im Jahr 2009 geplant war, über den städtischen Haushalt. An der Annahme, dass sie wirtschaftlich ist, hat sich aber nichts geändert.“

Bürgermeister Hasenberg erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Erschließung des Schöllinger Felds beizeiten auch über einen privaten Investor gelaufen sei. Mit welchem Partner dies geschehe, sei jedoch noch offen.

Einwohner Ubbo Schücke wollte wissen, ob es richtig sei, dass sich am Stork ein großes Logistikunternehmen, konkret eine Spedition, ansiedeln wolle. Hasenberg dazu: „Nein, das schließen wir aus.“ Die letzte Entscheidung fällt der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. November.

 
 

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