Kampagne „Pflege und Beruf“ zieht Kreise im Kreis

Wetter.  Der Ennepe-Ruhr-Kreis wirbt mit einer Internetseite für die Kampagne „Pflege und Beruf“. Und Christa Beermann, Demografiebeauftragte und Koordinatorin des Netzwerks W(iedereinstieg) EN, hatte gute Nachrichten für die 40 Teilnehmer des Treffens bei der AVU: „Mit dem Entsorgungsbetrieb AHE aus Wetter, dem DRK Witten und Gevelsbergs Stadtverwaltung konnten wir kurz vor dieser Veranstaltung drei weitere Firmen als Unterstützer gewinnen.“

Beermanns Zwischenbilanz nach dem Start vor gut zwölf Monaten fällt positiv aus: „Stand heute beteiligt sich ein Dutzend Unternehmen an unserer Aktion. Mit Teilzeitarbeitsplätzen, sehr flexiblen Arbeitszeiten, einem betrieblichen Gesundheitsmanagement und Heimarbeit erleichtern sie ihren Beschäftigten den täglichen Spagat zwischen Arbeitsplatz und Pflegebett.“ Die Botschaft „Sie pflegen? Wir unterstützen sie“ verbreite sich wie gewünscht im Kreis.

Das sei so erfreulich wie notwendig: Die Zahl der älteren, pflegebedürftigen Menschen steige, die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde künftig anders gestellt bzw. neu beantwortet werden. Irene Gerlach (Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik): „Bereits heute pflegen Beschäftigte, die Berufs- und Privatleben unter einen Hut bringen müssen, in einem von fünf Fällen Angehörige.“ Der demografische Wandel werde für ein deutliches Plus und bei der Kinderbetreuung für ein Minus sorgen. „Die Anforderungen an Gesellschaft, Wirtschaft und Familien werden einen Generationswandel erleben.“

Gerlachs Botschaften an die Wirtschaft waren eindeutig. Familienbewusste Unternehmen profitieren von deutlich geringeren Krankheits- und Fehlzeitenquoten, können sich über Beschäftigte freuen, die konzentrierter und motivierter zu Werke gehen.

 
 

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