Initiative will Bürger und Landschaft schützen

Herdecke..  Für die Bürgerinitiative Semberg (BI) steht nach eigener Aussage im Zusammenhang mit der von Amprion geplanten Höchstspannungsfreileitung der Umweltschutzgedanke zugunsten der Herdeckerinnen und Herdecker sowie über die Stadtgrenze hinaus „an erster Stelle“. Dabei komme der Reduzierung „gesundheitsschädlicher Immissionen“ besondere Bedeutung zu. „Das Engagement der BI ist aber auch dem Erhalt des Stadtbildes und Landschaftsraumes gewidmet, insbesondere der akut betroffenen Landschaftsschutzgebiete wie dem „Peddenhohl““, heißt es in einer Stellungnahme.

Kritik an Grenzwerten

„Ein einzigartiges Naherholungsgebiet, dessen Bedeutung von dem Trassenbetreiber lässig wegargumentiert wird. Wird doch alles wieder hergerichtet. Ein Schmarrn, und jeder weiß es“, formulieren die Kritiker der Amprion-Trasse. Allein für die Errichtung des 87 Meter hohen Strommasten Nr. 18 an der Ecke Erdbrügge/Nierfeldstraße werde auf 3600 Quadratmetern Kahlschlag verordnet, erklärt die BI. „Ausgerechnet ein Landschaftsschutzgebiet, das in vielen Jahren mit großem Aufwand vom Vogelschutzbund aufgebaut wurde und das vom Land NRW (Umweltminister Matthiesen) als besonders wertvoll und schützenswert ausgezeichnet wurde. Ja, das treibt allen Umweltbewussten die Tränen in die Augen.“

Des Weiteren werde „der Elek­trosmog weggelächelt“, dessen Grenzwert in Deutschland auf „utopische, realitätsferne 100 Mikro-Tesla“ festgesetzt wurde. Weiter heißt es: „100 mal höher als in der Schweiz, den USA und anderen zivilisierten Ländern. Alle schütteln den Kopf, und alle schauen zu. Was soll‘s, wenn unter der Höchststromspannung mal der Herzschrittmacher falsch tickt oder das Brummgeräusch vor allem bei feuchter Luft zur Nervensache für Anwohner wird. Alles Peanuts. Nein, den Bürgern und Bürgerinnen unserer schönen Stadt Herdecke ist das nicht egal.“

Dank an Kommunalpolitik

Der Vorsitzende der BI, Hartmut Ahlborn, dankt der Herdecker Bürgermeisterin und der vereinigten Kommunalpolitik für „ihre uneingeschränkte Unterstützung“. Auch örtliche Landtags- und Bundestagsmitglieder sowie Haus und Grund Herdecke e.V. seien mit im Boot. Ahlborn: „Eine starke Allianz.“ Ob das alles helfen werde, den politisch gewollten Neubau einer „Monstertrasse“ in Herdecke zu verhindern, hänge jetzt ganz besonders von der großzügigen Spendenbereitschaft der Herdeckerinnen und Herdecker ab. „Sie werden gebraucht!“, ruft Ahlborn zur Mithilfe auf.

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