Im Teekesselchen warten die Helfer

An der Klinik in ende gibt es viele Helfer für menschen mit Demenz.
An der Klinik in ende gibt es viele Helfer für menschen mit Demenz.
Foto: Ann-Christin Kopitz

Herdecke..  „Die Arbeit mit den älteren Herrschaften macht mir sehr viel Freude. Viele andere Dinge in meinem Leben, über die ich mich früher ganz fürchterlich aufgeregt hätte, werden zu Nebensächlichkeiten“, sagt Peter Krause, ein pensionierter Bankkaufmann. „Ich arbeite sehr gern mit den Patienten, denn man bekommt von ihnen sehr viel zurück“, ergänzt Marlene Frick, die lange Jahre in der Altenpflege gearbeitet hat.

Die beiden Herdecker zählen zum Kreis von insgesamt elf Ehrenamtlichen, die für das „Teekesselchen“ am Ender Gemeinschaftskrankenhaus engagiert sind. Die Aktiven im „Teekesselchen“ - dazu gehört neben den Ehrenamtlichen auch eine hauptamtliche Pflegekraft - unterstützen Patienten mit Demenz. Sie betreuen die Senioren, helfen ihnen beim Essen, bieten ein Gespräch an, singen, spielen oder basteln mit Betroffenen.

Am Mittwoch war das Team vom Ender Gemeinschaftskrankenhaus an einer Feierstunde in Berlin beteiligt. Dabei nahmen die Herdecker den Zukunftspreis des vdek (Verband der Ersatzkassen) in Empfang. Die Preisverleihung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Unterstützen - Zuwenden - Helfen“. Der Preis ist mit 20000 Euro dotiert, der diesmal an drei Preisträger vergeben wurde. Dazu gehört das „Teekesselchen“ in Herdecke. Das Preisgeld - runde 7000 Euro - fließt ins Projekt.

Verlust an Orientierung und Lebenssicherheit

Patienten, die in der Klinik versorgt werden müssen und an Demenz leiden, benötigen für die Dauer ihres Aufenthaltes zusätzliche Hilfen. „Für die an Demenz erkrankten Menschen bedeutet der Wechsel aus der gewohnten in die fremde Umgebung zusätzlich die Gefahr eines erheblichen Verlustes an Orientierung und Lebenssicherheit“, so Cornelia Plenter, Leiterin der Tagesbetreuung „Teekesselchen“. Ein besonders wohnlich eingerichteter Raum steht Patienten von mehreren Stationen offen. An fünf Tagen in der Woche bietet das Team der Ehrenamtlichen ein spezielles Programm für ältere Patienten an, die an Demenz leiden.

Sich wohlfühlen auch in fremder Umgebung

„Diese Begleitung hilft den Patienten, sich in der fremden Umgebung zurecht zu finden“, so Dr. Stefan Schmidt-Troschke, ärztlicher Direktor. „Die Patienten sollen bei uns keine weiteren Einbußen an Selbständigkeit und Lebensqualität erleiden.“

 
 

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