Holger Emmerich und das richtige Bauchgefühl für Brillen

Lina Rotte
Holger Emmerich und seine Mitarbeiter entwickeln in Herdecke Designerbrillen
Holger Emmerich und seine Mitarbeiter entwickeln in Herdecke Designerbrillen
Foto: Emmerich Exclusivbrillen
Design aus dem Gahlenfeld in Herdecke: Holger Emmerich gestaltet seit 17 Jahren Brillen und hat dafür einen internationalen Vertrieb gegründet.

Herdecke.  Brillen aus Herdecke, die in der Gahlenfeldstraße gestaltet werden und anschließend auch außerhalb Deutschlands Kunden finden: Hinter diesem Konzept steht Holger Emmerich, der 1999 die Firma Emmerich als Exklusivbrillenagentur gründete. Mit seinem Unternehmen handelt er nunmehr seit 17 Jahren mit Brillenfassungen verschiedenster Stilrichtungen, Designs und Preisgruppen.

„Durch meinen Beruf war ich schon immer selbstständig im Außendienst tätig und hatte viel Kontakt zu Kunden“, berichtet der gelernte Augenoptiker. „Irgendwann sind mir die Modelle zu langweilig geworden, so habe ich den Weg in die Selbstständigkeit gefunden.“ Emmerich fing an, eigene Modelle zu bauen und zu konstruieren. Heute beschäftigt der Handelsvertreter fast 50 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, dazu noch mehrere freie Mitarbeiter.

Der größte Industriepartner des Familienunternehmens ist die französische Firma Morel. Exklusiv in Deutschland und Österreich verkauft die Emmerich Exclusivbrillen GmbH & Co. KG die Kollektionen aus Frankreich. „Jede eigene Kollektion lebt mit einer Geschichte“, so Emmerich. „Unsere Kollektion Joshi ist zum Beispiel eine Familienkollektion, spricht Jung und Alt an, ist modisch und beinhaltet Korrektions-, Sonnen- und Teenager-Brillen.“ Die Auswahl reicht von Vollrand- und Nylor- bis zu randlosen Fassungen. Auch mit den Materialen experimentiert der Betrieb, so dass Acetat, Büffelhorn, Edelstahl oder Holz zum Einsatz kommen. Das Unternehmen entwickelt in jeder Saison neue Designs und will damit jede Zielgruppe ansprechen.

Fertigung oft im Ausland

Der Brillen-Prozess beginnt in Herdecke. Hier werden die Modelle entwickelt und das Design festgelegt. Wenn es dann um die Produktion geht, reisen die Ideen weiter. „Wir lassen unsere Produkte bei freien Firmen im Ausland fertigen. In Italien, Frankreich oder Asien“, sagt Emmerich. Der Kommunikations- und Marketingwirt Philipp Jordan ergänzt: „Wir haben uns in den Jahren ein großes Vertriebsnetz aufgebaut. Auch auf Messen kommen Verbraucher zu uns und sprechen uns auf die Produkte an. Letztlich ist es so wie überall: Hat man gute Produkte, steigt die Nachfrage.“

Das Unternehmen ist hauptsächlich auf der Handelsebene tätig. Emmerich beschreibt es so: „Eigentlich haben wir einen geringen Kontakt zum Endkonsumenten. Viel mehr arbeiten wir mit den Vermittlern wie zum Beispiel Optikern.“

Mit der Gründung der GmbH & Co. KG war für den Geschäftsführer noch nicht Schluss. 2008 gründete Holger Emmerich als Schwesterfirma die Emmerich Fashion GmbH. Sie bedient Länder weltweit mit Designer-Fassungen von hoher Qualität. Aktuell befinden sich unter anderem die Marken O’Neill, Maison Mollerus, Caterpillar und Vingino im Vertrieb. „Durch die starke Entwicklung von Emmerich Excluxivbrillen haben wir logische Konsequenzen gezogen und einen internationalen Vertrieb auf die Beine gestellt“, erklärt Jordan.

Gutes Gespür für aktuelle Mode

Holger Emmerich, Kopf der beiden Firmen, treibe – laut Marketingexperte Jordan – die Unternehmen täglich voran. Er wisse, was „In“ ist in Bezug auf Brillenformen und verwendete Materialien. Sein Bauchgefühl liefere verlässliche Hinweise. Abschließend sagt Holger Emmerich: „Unser Unternehmen ist letztlich mit drei Worten zu beschreiben: Design, Qualität und Service.“