Herdecke schrumpft, Wetter bleibt konstant

Die Stadt Wetter hat sich, was die Zahl ihrer Einwohner angeht, weitgehend auf ihrem Platz in der Rangfolge der NRW-Städte halten können, Herdecke rutschte dagegen ab. Von Platz 150 auf 184.

Wetter/Herdecke..  Selbst für Kritiker und Statistik-Hasser dürften die am Freitag veröffentlichten Zensus-Zahlen interessant sein. So kam bei der „Inventur der Bevölkerung“ für Wetter und Herdecke heraus, dass beide Städte in puncto Einwohnerzahl in der NRW-„Hitliste“ abgerutscht sind. Wetter liegt mit 27.909 Bewohnern - Stichtag 9. Mai 2011 - auf Platz 147 der größten Städte in Nordrhein-Westfalen, im Vergleich zum Jahr 1987 bedeutet dies von 28.037 (Rang 134) einen geringen Rückgang um 0,5 Prozent.

Wesentlich deutlicher schrumpft Herdecke, das NRW-weit von Platz 150 auf 184 zurückfiel. Waren es 1987 noch 24.210 Einwohner, verringerte sich die Zahl um 5,8 Prozent auf 22.909 in 2011. So viele Einwohner verlor im Ennepe-Ruhr-Kreis mit seinen 326.049 Menschen keine andere Stadt, hier lag der Schnitt bei minus 1,4 Prozent. Prognostiziert ist übrigens ein Bevölkerungsschwund im EN-Kreis auf 304.700 im Jahr 2025 bzw. 294.600 im Jahr 2030.

Bevölkerungsdichte und Geschlecht

In Sachen Bevölkerungsdichte liegt Wetter mit 888 Einwohnern je Quadratkilometer auf Rang 63 in NRW, Herdecke mit 1023 auf Platz 54. Unter 14.310 Frauen und 13.630 Männern in Wetter waren 1920 Ausländer, das sind satte 16,4 Prozent weniger gegenüber 1987 mit 2296 Ausländern. Herdecke mit 11.990 Frauen und 10.920 Männern registrierte 2,9 Prozent weniger Ausländer (1070 in 2011 gegenüber 1102 in 1987). Deutschlandweit hatten die Statistiker bis dato mehr Menschen mit Migranten angenommen, als es nun beim Zensus 2011 herauskam.

Alter und Religion

Bemerkenswert, im NRW-Vergleich aber ohne Besonderheit ist der hohe Altersschnitt in beiden Städten. In Wetter waren 13.870 Personen älter als 40 Jahre, in Herdecke gar 14.910. 6670 Wetteraner waren katholisch, 12.080 evangelisch, 9180 gehörten einer anderen Religion an oder machten keine Angabe. In der Nachbarstadt gab es 5950 Katholiken, 10.000 evangelische und 6960 sonstige (oder ohne Angabe) Religionszugehörige.

Statistik auch über Sanitäranlagen

Zur Wohn-Entwicklung: Gab es in Wetter 1987 noch 4728 Gebäude mit 12.154 Wohnungen, sind es 24 Jahre später trotz leicht gesunkener Bevölkerung 5956 Gebäude mit 14.111 Wohnungen. Auch in Herdecke gibt es mehr Platz (4997 Gebäude und 12.604 Wohnungen zu 4096 Gebäude mit 10.760 in 1987) für weniger Leute. Durchschnittlich sind die Wohnungen in Wetter 89,1 Quadratmeter bzw. 93,8 in Herdecke groß. Die Leerstandsquote bewohnter Gebäude ist mit 5,9% in Wetter und 4,1% (Herdecke) gering.

Zum Schmunzeln am Rande: Die Statistiker ermittelten auch die Anzahl sanitärer Anlagen. Dabei scheinen sowohl Wetteraner als auch Herdecker recht reinlich zu sein, gab es doch in Wetter 13.741 und in Herdecke 12.559 Wohnungen mit Badewanne/Dusche und WC. Da in Herdecke mindestens eines dieser Elemente nur in 45, in Wetter aber in 370 Wohnungen fehlt, geht es dort wohl noch sauberer zu ...

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen