Heilung fürs Hospital

Witten/Herdecke..  Mit kritischem Blick und Mut zur Veränderung haben sich Studierende der Medizin, Wirtschaftswissenschaften, Politik und Philosophie der Universität Witten/ Herdecke (UW/H) in einer interdisziplinären Autorengruppe zusammengefunden und ihre Sicht auf die aktuellen Probleme und Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems zusammengetragen. Nun erscheinen ihre Erkenntnisse beim Mabuse-Verlag als Buch.

Unter dem Titel „Heal your Hospital“ greift es breitgefächert die großen Themen des Versorgungssystems auf und beleuchtet sie aus studentischer Perspektive in verständlicher Sprache und mit originellen Beispielen. „Unser Ziel ist es, möglichst viele mit unserem Buch zu erreichen, da wir die Notwendigkeit auf allen Ebenen sehen, sich mit dem Gesundheitswesen zu befassen“, erläutern die Autoren. Angefangen beim einzelnen Menschen, der sich in einer Zeit der individualisierten Medizin nicht selten alleingelassen fühle, schreiben die Studierenden über Patientenempowerment und ein System, das auf dem Rücken der Mitarbeiter funktioniert.

Sie sprechen über die moderne „Krankenfabrik“ und Schnittstellen, die zu Bruchstellen würden. Dabei beschreiben sie nicht nur die institutionellen Herausforderungen, sondern insbesondere die Perspektiven hin zu einem menschengemäßen Gesundheitshaus.

Es werden bereits existierende Alternativen zu Organisationssystemen aufgezeigt und innovative Konzepte in die Debatte eingebracht. Auch wenn vermutlich nicht alle Visionen Wirklichkeit werden - „Heal Your Hospital“ blickt in die Zukunft des Gesundheitswesens. Die Studierenden gewannen für ihr Werk drei prominente Rezensenten: Ein Vorwort schrieb Dr. Klaus Reinhardt, der Vorsitzende des Hartmannbundes, von Dr. h.c. Helmut Hildebrandt stammt ein Grußwort und den Klappentext verfasste Dr. med Eckart von Hirschhausen.

Hirschhausen attestiert frischen Blick

„Wenn Studierende der Medizin sich Gedanken um die Zukunft des Krankenhauses machen, sollte jeder im Gesundheitswesen hellhörig werden. Ich habe schon viele Vorlesungen vor angehenden Ärzten gehalten, aber nie waren die Offenheit, die Diskussion und die Begeisterungsfähigkeit so groß wie in Witten. Der frische Blick und ein Menschenbild, das den Namen verdient, machen dieses Buch zu einer Fundgrube für die Frage: Was wollen wir?“ sagt Eckart von Hirschhausen über das Buch.

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