Hausgemachtes Problem

Hugo-Knauer-Schule..  Hausgemachte Kapazitätsprobleme als „Totschlagargument“?


Als Rechtfertigung für die Entscheidungsbildung des Gemeinderates führen die dahinterstehenden Mandatsträger immer gerne die mangelnde Raumkapazität in der Hugo-Knauer-Schule als schlagendes Argument an. Bei genauerer Betrachtungsweise entpuppt sich aber genau dieses Argument wohl als vollkommene Mogelpackung. Ist doch die Raumkapazitätsproblematik in der Hugo-Knauer-Schule ein hausgemachtes Problem der Stadt Herdecke, dass die Schulkinder und Eltern des einwohnerstärksten Stadtteils nun ein weiteres Mal ausbaden müssen. Offensichtlich ist den entsprechenden Mandatsträgern die eigene Ortssatzung ihrer Stadt nicht hinreichend bekannt. In der „Satzung der Stadt Herdecke über die Benutzung der städtischen Schulräume und Erhebung von Gebühren vom 07.11.2002“ heißt es in § 1 Absatz 1 wörtlich:


„Schulräume der Stadt Herdecke, wie z.B. Klassenräume oder Aulen, können ortsansässigen Vereinen, Verbänden, Initiativen, politischen Parteien, anderen gemeinnützigen Organisationen und Privatpersonen für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden, sofern hierdurch schulische Belange nicht beeinträchtigt werden.“


Handelt es sich bei den vom „Wuselnest“ genutzten Räumlichkeiten etwa nicht um Schulräume? Steht die Nutzung dieser Räumlichkeiten schulischen Belangen etwa nicht entgegen? Interessanter wird die Betrachtungsweise noch unter Berücksichtigung der tatsächlichen Öffnungszeiten des „Wuselnestes“ von 15 – 18 Uhr. Bekanntermaßen findet der Schulunterricht doch am Vormittag statt. Werden hier etwa dringend benötigte Schulräume vormittags blockiert, um ab 15 Uhr ein Freizeitangebot der Stadt anzubieten? Wie verhält es sich in diesem Kontext eigentlich mit dem sich aus dem Schulgesetz ergebenen Raumkapazitätsausschöpfunggebot?


Diese Fragestellungen sollten doch dringend vor der entscheidenden Ratssitzung am 8. Dezember öffentlich beantwortet werden!
Roman Korbanka, Herdecke

 

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