Gustav Vorsteher ehren

Das Grabmal von Gustav Vorsteher ist mit Kreide beschmiert; ebenso wie andere Grabstätten honoriger Bürger auf dem alten Friedhof an der Bornstraße
Das Grabmal von Gustav Vorsteher ist mit Kreide beschmiert; ebenso wie andere Grabstätten honoriger Bürger auf dem alten Friedhof an der Bornstraße
Foto: WP
Auf dem Alten Friedhof in Wetter haben Unbekannte die Gedenksteine beschmiert. Lies Thiel und Marit Roschin vom Heimatverein wollen sich nun verstärkt um diese Gedenkstätten kümmern, zumal im kommenden Jahr der 100. Todentag von Gustav Vorsteher ansteht.

Wetter..  Zum 100. Mal jährt sich im nächsten Jahr der Todestag von Gustav Vorsteher. Deswegen kümmert sich der Heimatverein schon jetzt darum, dass das Grabmal auf dem alten Friedhof an der Bornstraße wieder hergerichtet wird.

Lisa Thiel und Marit Roschin haben bei Firmen und Privatleuten schon Spenden zusammen getragen; denn die Restaurierung ist nicht billig. „Zwei der vier Figuren haben keine Köpfe mehr, das muss alles aufgearbeitet werden“, sagt Lisa Thiel. Immer wieder schaut sie gemeinsam mit Marit Roschin nach der Grabstätte Gustav Vorstehers, zuletzt hatten sie Blümchen gepflanzt, um die triste Optik etwas aufzuwerten. Unterstützt werden sie dabei auch vom Stadtbetrieb, der Hecken und wucherndes Grün beschneidet.

Große Verdienste für die Stadt Wetter

Umso entsetzter waren die beiden Wetteranerinnen, als sie jetzt wieder einmal den alten Friedhof besuchten. „Schauen Sie sich das an. Der ganze Grabstein ist beschmiert“, ist Lisa Thiel empört. „Da stehe ich vor dem Grab und denke: Das kann doch nicht wahr sein. Wo Gustav Vorsteher so viel für die Stadt Wetter getan hat“, erzählt Marit Roschin. Der in Wetter geborene Unternehmer und Mäzen hatte der Stadt u.a. das Grundstück für das ehemalige Krankenhaus, das Rathaus und den Harkortturm gestiftet und ihr das Bürgerhaus „Villa Vorsteher“ hinterlassen.

Aber nicht nur der Grabstein ist mit Farbe bemalt bzw. beschmiert, auch an den Figuren haben sich Unbekannte ordentlich ausgelassen. Und von den frisch gepflanzten Blumen waren ebenfalls etliche ausgerissen. Insgesamt also kein wirklich erfreuliches Erscheinungsbild.

Regelmäßige Präsenz alsabschreckende Wirkung

Lisa Thiel und Marit Roschin vom Heimatverein in Wetter setzen nun darauf, dass die unbekannten Schmierfinken mitbekommen, dass sich auf dem alten Friedhof etwas tut und sich häufiger als sonst jemand auch um die Grabmale kümmert. Vielleicht schrecke das die unbekannten Verunstalter ja ab. Lisa Thiel jedenfalls sagt vorsichtig optimistisch: „Wir sind regelmäßig dort und sehen auch nach den alten Grabstätten der anderen Wetteraner wie Klinkmann oder Gravemann.“

 
 

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