Großer Zank um Gewerbegebiete

An der Stadtgrenze Wetter/Gevelsberg könnte ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen. Grafik: Helge Hoffmann
An der Stadtgrenze Wetter/Gevelsberg könnte ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen. Grafik: Helge Hoffmann

Wetter.. Auf Antrag der Grünen stand jetzt im Hauptausschuss auch das Thema „Interkommunale Gewerbeflächenentwicklung“ auf der Tagesordnung.

Nach einer einführenden Darstellung von Jürgen Uebelgünn (Grüne) hätte bei den Ausschussmitgliedern der Eindruck entstehen können, als sei eine „Gesellschaft“ bereits damit befasst, vier interkommunale Gewerbegebiete zu entwickeln - unter anderem eines auf der Stadtgrenze zwischen Wetter und Gevelsberg (Vordere Heide/Auf der Onfer). Entscheidungshoheit der betroffenen Städte? Fehlanzeige!

Auf diese Darstellung reagierte Bürgermeister Frank Hasenberg sehr ungehalten: „Sie malen hier ein Schreckgespenst an die Wand, was es nicht gibt.“ Er mahnte an, sachlich mit dem Thema umzugehen und „die Menschen nicht in Angst und Schrecken“ zu versetzen.

Räte behalten
das letzte Wort

Dann stellte Frank Hasenberg klar, dass die kreisangehörigen Kommunen hier nicht ihrer Autonomie beraubt würden, sondern der Rat der jeweiligen Stadt das letzte Wort habe. Der von den Bürgermeistern („Das ist übrigens kein konspirativer Kreis“) im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit angestoßene Prozess sei „ein erster Schritt“ und noch völlig offen.

Doris Hülshoff (FDP) gab Jürgen Übelgünn zunächst Schützenhilfe in Bezug auf die Bedeutung des Themas:„Wir sind auch der Meinung, da muss man drüber reden, und das Thema muss auf die Tagesordnung des Rates.“ Dann aber erinnerte sie Uebelgünn daran, dass Grüne und FDP in der Vergangenheit stets interkommunale Gewerbegebiete gefordert hätten. „Wir brauchen auf alle Fälle Gewerbegebiete“, so Hülshoff.

Schließlich meldete André Dobersch (CDU) Bedenken an: Wenn im Anschluss an den Stork auch die Vordere Heide zum Gewerbegebiet würde, sei das für Wetter durchaus „stadtbildprägend“.

 
 

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