Geplante Anbindung zum Stork geplatzt

Umsonst weggezogen: die Firma „geistreich“ aus dem Schöllinger Feld.Foto: Klaus Görzel
Umsonst weggezogen: die Firma „geistreich“ aus dem Schöllinger Feld.Foto: Klaus Görzel
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Wetter..  Die Erschließung des geplanten Gewerbegebiets „Am Stork“ wirft schwere Probleme auf.

Die zuletzt im März letzten Jahres von der Politik beschlossene Anbindung über den Kreisel Schöllinger Feld/An der Kohlenbahn mitsamt Bypass an die Vogelsanger Straße lässt sich nicht verwirklichen. Der Grund: Der Eigentümer des dafür benötigten Grundstücks am bereits bestehenden Kreisverkehr habe die Verhandlungen abgebrochen und deutlich gemacht, „dass er für einen Bypass keine Flächen seines Grundstücks zur Verfügung stellen werde“.

Eigentümer brachVerhandlung ab

So jedenfalls ist es einer umfassenden Verwaltungsvorlage für den nächsten Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am Dienstag, 29. November, zu entnehmen. Nach Darstellung der Stadt habe der Eigentümer einem Verkauf nur dann zustimmen wollen, wenn er im Gegenzug dafür einen anderen Teil seines Grundstücks an „Mac Donalds Drive“ und eine Tankstelle hätte vermieten dürfen. Dafür habe die Stadt ihre Genehmigung nicht geben können, woraufhin der Eigentümer die Verhandlungen abgebrochen habe.

Andere Erfahrungen haben die Eigentümer eines weiteren Grundstücks gemacht, das die Stadt als Verbindungsgrundstück zwischen Schöllinger Feld und Stork ebenfalls erwerben wollte. Sie sind bereits mitsamt ihrem Unternehmen nach Dortmund umgezogen. Für Anfang September war ein Notartermin anberaumt; Grundstück und Gebäude sollten Ende September übergeben werden. Der Notartermin wurde zunächst um vier Wochen verschoben. „Erst am 11. November bekamen wir Bescheid, dass die Stadt unser Grundstück nun doch nicht benötige“, so Eigentümerin, die sich nun nach einem neuen Käufer umsehen muss.

Geprüft hat die Verwaltung auch, ob es möglich ist, den Kreisel Schöllinger Feld zweispurig auszubauen. Dafür hätte die Stadt auch keine Grundstücke ankaufen müssen, aber der Landesbetrieb Straßen NRW würde eine solche Lösung nicht mittragen.Fazit der Verwaltung: Der Beschluss des Rates, das Gewerbegebiet Am Stork über das Schöllinger Feld anzubinden, lässt sich nicht umsetzen.

Politiker müssen neuen Weg vorgeben

Nun sind die Politiker gefragt. Sie müssen entscheiden, ob sie eine Rückkehr zur Ursprungsvariante (Anbindung über die Schwelmer Straße) für sinnvoll erachten oder auf das Gewerbegebiet komplett verzichten wollen. Für Bürgermeister Frank Hasenberg wäre das „eine wirtschaftliche Katastrophe. Außerdem ist die Machbarkeit der Anbindung über die Schwelmer Straße gegeben.“

Das sieht Christina Kramer von der Interessengemeinschaft „Rettet den Stork“ anders: „Nach dem alten Konzept war die Waldzerstörung am größten. Eine Rückkehr dazu ist nicht vermittelbar, und die Unterschriften dagegen verfallen auch nicht nach zwei Jahren.“

 
 

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