Gefährliche Feuer in Tonnen und Containern

Ein Kleinbrand wurde Im Grund gemeldet. Dort brannte direkt neben einer Bäckerei ein Abfallcontainer.
Ein Kleinbrand wurde Im Grund gemeldet. Dort brannte direkt neben einer Bäckerei ein Abfallcontainer.
Foto: Bernd Elberfeld, Feuerwehr
Die Herdecker Feuerwehr muss immer wieder zu Containerbränden ausrücken. Keine Kleinigkeit, wie Feuerwehrsprecher Christian Arndt betont. Denn solch ein Brand kann sich schnell ausdehnen.

Herdecke..  Es kann eine Unachtsamkeit sein, dass eine Zigarette in der Mülltonne oder im Papiercontainer landet. Es kann ein dummer Streich sein, bei dem Jugendliche einen Böller in den Container werfen, um zu sehen, was passiert und zu hören, wie es rummst. Die Folgen können allerdings dramatisch sein: „Aus solch einem Brand kann sich schnell mehr entwickeln“, sagt der Herdecker Feuerwehrsprecher Christian Arndt.

Seit fünf Jahren rückt die Freiwillige Wehr darum auch bei gemeldeten Kokeleien mit dem sogenannten Sondersignal aus, das heißt mit lautem Tatü-tata. „Steht ein Container in der Nähe eines Hauses, kann es zum Beispiel bei einem wärmegedämmten Gebäude schnell zu einem Großbrand kommen“, so Arndt.

Gleich mehrfach mussten die Herdecker Brandbekämpfer in den vergangenen Wochen Richtung Ahlenberg ausrücken, um brennende Mülltonnen und Container zu löschen. Vorsichtig nennt Christian Arndt es eine „kleine Serie“ und verweist an die Polizei. Die rückt bei jedem Brandereignis mit aus und ermittelt. „Bei einem Containerbrand kann man aber mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es Brandstiftung ist“, so die Erfahrung des Feuerwehrmannes. Bei Mülltonnen sieht das schon wieder anders aus, weil dort auch durchaus entzündliche Abfälle entsorgt werden. „Es muss nur jemand seine Möbel mit Leinöl pflegen und den Lappen in die Tonne werfen. Das brennt von ganz allein“, weiß Birte Boenisch, Sprecherin der Kreispolizeibehörde.

Ist das Feuer gelöscht und der Schaden überschaubar, wird von der Polizei dennoch eine Anzeige gefertigt. „Das ist schließlich Sachbeschädigung, und es gibt einen Schaden zum Beispiel für den Verwerter von Altpapier“, so Boenisch. Derartige Fälle landen aber meist schnell in den Akten, weil auch die Ergebnisse der Ermittlungen oft bescheiden sind. „Wenn es keine Zeugen gibt, wird es schwierig“, so die Polizeisprecherin.

Aufwändige Ermittlungen

Hat ein Feuer allerdings einen größeren Schaden angerichtet oder gar Menschenleben in Gefahr gebracht, lassen die Brandermittler ihren Werkzeugkoffer länger offen. „Brandermittlungen sind sehr aufwändig“, so Boenisch. „Doch in manchen Fällen sei der Aufwand gerechtfertigt.“ Feuerwehrsprecher Christian Arndt sieht das ebenso. „Wir hatten einen Brand in der Nähe einer Bäckerei, da hätte weit mehr passieren können.“ Doch auch bei Papiercontainern, die irgendwo am Straßenrand stehen, sieht der Brandexperte durchaus Gefahren. „Bei Trockenheit kann sich schnell ein Flächenbrand entwickeln“, so Arndt.

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