Freifunker im Kreis fördern Initiativen für Flüchtlinge

Herdecke/Wetter..  Der Freifunkverein im Ennepe-Ruhr-Kreis hat etwas zu verschenken: Insgesamt 400 Chromebooks, also kleine, tragbare Computer. Auch die Herdecker Bürgermeisterin ist in Geberlaune: Zehn sogenannte Freifunk-Router möchte sie in der Herdecker Geschäftswelt unterbringen. Der erste wurde ihr mittlerweile abgenommen.

150 Chromebooks noch zu haben

250 Chromebooks haben die Freifunker im Kreis übergeben. Um diese Geräte hatte sich der Freifunkverein seinerseits erfolgreich beim Projekt Reconnect der Stiftung NetHope beworben. Die Geräte sollen beispielsweise für Sprachkurse, zur Recherche im neuen Heimatland oder zum Schreiben von Lebensläufen und Bewerbungen eingesetzt werden. Ganz nebenbei sorgt das Projekt auch für den weiteren Ausbau des Freifunk-Netzes, da die Geräte nur dort eingesetzt werden können, wo Freifunk verfügbar ist.

Gelungene Integration und mehr nachbarschaftlich geteiltes freies Internet sorgen für ein besseres Zusammenleben aller Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis, freut sich Christoph Haas, Vorsitzender von Freifunk-EN. Mitte Juni sollen nun die letzten 150 Mini-Computer verteilt werden. Noch werden beim Freifunkverein (www.freifunk-en.de) Bewerbungen entgegen genommen.

Der Freifunk-Bewegung weiteren Schwung geben will auch Her­deckes Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster. Ihre einfache Rechnung: Je mehr Freifunk-Punkte, desto dichter das Netz. Daher hat die Stadt Herdecke bereits aufrüstet. Kundinnen und Kunden können bereits im Bürgerbüro frei surfen. Um den Freifunk weiter auszubauen, hatte Bürgermeisterin aus ihren Verfügungsmitteln insgesamt zehn Router für die Herdecker Geschäftswelt kostenlos bereitgestellt. 20 Euro pro Gerät nimmt der Freifunkverein für die Router, ein Selbstkostenpreis.

Den ersten ausgelobten Router konnte sie nun an Christian Hils vom Herdecker Fitnesscenter Phönix Fitness übergeben. „Er war der erste, der sich auf den Aufruf gemeldet hatte, einen Router zu installieren, um seinen Kunden freies Internet zur Verfügung zu stellen“, berichtet Gundula König aus dem Amt für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing & Tourismus. Das freie Surfen im Internet und Verschicken von Nachrichten über Online-Dienste ist einfach und unkompliziert. Freifunk bedeutet, dass das Netz frei zugänglich und für die Nutzung keine Anmeldung erforderlich ist.

Freies Netz im Ladenlokal

Neun Router für den Freifunk stehen derzeit noch für die Herdecker Geschäftswelt kostenlos zur Verfügung. Wer Interesse hat, in seinem Ladenlokal ebenfalls freies Netz zur Verfügung zu stellen, kann sich bei Gundula König, Zimmer 004 im Herdecker Rathaus, Kirchplatz 3, 02330-611 298, oder auch per Mail an: wirtschaftsfoererung@herdecke.de melden. Sie steht auch für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung.

 

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