Freifunk-Verein sorgt in Wetter sukzessive für Netzausbau

Mehr Freifunk in Wetter: Dazu hat sich kürzlich ein Verein gegründet, der vor allem in Volmarstein einige Erfolge vorweisen kann.
Mehr Freifunk in Wetter: Dazu hat sich kürzlich ein Verein gegründet, der vor allem in Volmarstein einige Erfolge vorweisen kann.
Foto: WP
In Volmarstein wird das Freifunk-Netz immer enger, auch in Alt-Wetter wird der Service für Bürger immer besser. Ein Verein kümmert sich.

Wetter..  Die Freifunk-Bewegung in Wetter hat Fahrt aufgenommen. Seit dem letzten großen Zeitungsbericht über den unkomplizierten Zugang zum Internet ganz besonders. Ein Freifunk-Verein für Wetter hat sich gegründet und kommt kaum nach mit dem Liefern der Geräte, die den kostenlosen Datenaustausch möglich machen. Vor allem in Volmar­stein ist das Netz der Zugangspunkte jetzt deutlich enger geknüpft. Sehr zum Vorteil der Bürger und Touristen, die schnell mal etwas auf ihrem Smartphone nachsehen wollen und dafür weder unnötig Zeit noch Geld opfern wollen.

Dorothee Janssen steht im Laden von Ute Herzog und blickt auf einen tragbaren Rechner, den Marcel Rembges mitgebracht hat. Alle drei sind Feuer und Flamme für den Freifunk. „Mit dem Router und den dazu gehörigen Programmen kann ich meine Bandbreite mit anderen teilen, ohne dass ich Nachteile habe, die anderen aber viele Vorteile genießen“, sagt Dorothee Janssen, im Beruf Gemeindereferentin. „Das ist eine tolle Sache“, schwärmt auch Ute Herzog, die mit ihrem Laden „Selavie“ an der Von-der Recke-Straße Freifunk-Pionier in Volmar­stein war. Und Marcel Rembges? Er ist das technische Rückgrat der Freifunk-Truppe Wetter, die sich vor vier Wochen gegründet hat.

Privatleute sollen mitmachen

Und Rembges ist schnell. Als Ute Herzog kürzlich beim Chinesen in Oberwengern saß und den Gastronomen von den Freifunk-Vorzügen überzeugt hatte, war das Essen noch nicht abgeräumt, als Rembges mit einem Freifunk-Router um die Ecke kam. Nicht immer sind Geschäftsleute so entscheidungsfreudig, wenn sie von den Freifunkern umworben werden. An den Kosten liegt es nicht. Einmal 20 Euro für den Router. Das war’s. Wie Bremsen wirken dagegen rechtliche Bedenken. Was ist, wenn Nutzer Verbotenes tun über die Leitungen, die ihnen gratis zur Verfügung gestellt worden sind? Dann haben die Freifunk-Anbieter jedenfalls nichts zu fürchten, lautet die Versicherung von Rembges und Mitstreitern.

Entlang der Dorfstraße haben sich schon viele Geschäftsleute überzeugen lassen. Bei Ute Herzogs Laden „für die schönen Dinge des Lebens“ geht es los, und dann sind noch dabei die Osteria am Dorfplatz, das Schneideratelier Rizos, die Vocalmusik-Schule, die Adler-Apotheke, das Atelier Schlink und das Haarstudio Avantgarde. Das Netz ist enger geknüpft worden, hat aber weiter Lücken. Damit die Kunden und Passanten, die einmal schon irgendwo den Freifunk genutzt haben, ohne Unterbrechung auf flotten Wegen ins Internet kommen, müsste die Zahl der Freifunk-Router im Volmarsteiner Ortskern verdoppelt werden. Die Aktiven hoffen dabei auf Privatleute. „Freifunk ist schließlich ein Angebot von Bürgern für Bürger“, sagt Marcel Rembges, der in Wengern wohnt und vom Freifunk in Witten so angetan war, dass er gleich zuhause an der ­Eickenstraße mal einen Router ausprobiert hat.

Noch hat das Netz Lücken

Mittlerweile ist er erfahren. Gerade erst hat er das Café1898 der Wohnstättengenossenschaft Wetter mit Freifunk ausgestattet. Und ganz frisch blinkt auch ein Router in der Bücherstube Draht, ebenfalls an der Bismarckstraße. Ute Herzog hilft das aber immer noch nicht. Als sie jetzt in Alt-Wetter vor der Eisdiele saß, hätte sie zwar das kostenlose Wlan der Sparkasse gegenüber nutzen können. „Aber wenn ich mich anmelden muss, ist das für mich uninteressant“, sagt die Geschäftsfrau. Der anmeldefreie Zugang bei Günter Draht ist aber ein paar Meter zu weit entfernt, um auch noch die Kunden der Eisdiele zu beglücken.

Der Freifunkverein Wetter wird also weiter Überzeugungsarbeit leisten müssen. Beim Ruhrtalcenter ist das nicht mehr nötig und auch bei den Filialen der Sparkasse. Sie sind für die Idee gewonnen. Ebenso das Friedrich am See. Sobald bessere Leitungen zu dem noch neuen Café liegen, sollen auch die Gäste frei funken können – und seien es nur die Bilder von der schönen Aussicht auf den Platz und die Bäume und das Gebirge am Harkortsee.

 
 

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