Filmprofis schätzen junge Kollegen

Frühstück mit den Filmprofis von "Das geheime Zimmer" und Lichtburg-Chef Christian Müller-Espey (re.). Foto: Peter Zinn
Frühstück mit den Filmprofis von "Das geheime Zimmer" und Lichtburg-Chef Christian Müller-Espey (re.). Foto: Peter Zinn
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Wetter.. „Das geheime Zimmer“, so lautet der Titel des ambitionierten Filmprojektes, das sicherlich der größte Beitrag der Lichtburg zum Jahr der Kulturhauptstadt ist. An 22 Drehtagen entsteht der Streifen in Wetter und Umgebung, außerdem sind neben bekannten Schauspielern auch viele Laiendarsteller aus der Harkortstadt und dem gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis mit von der Partie. Grund genug also für die Filmcrew, ihr Projekt bei einem Frühstück einmal ausführlich darzustellen: „Schließlich ist das auch für uns der erste richtige Kinofilm, den wir mit produzieren“, so Lichtburg-Chef Christian Müller-Espey.

„Das Wetter macht
uns Probleme“

Begeistert sind die Schauspielprofis von der wetterschen Kulisse: „Ich komme eigentlich aus Süddeutschland“, berichtet Kathrin Hildebrand, die dem Publikum aus zahlreichen Tatort-Folgen bekannt ist. „Da stellt man sich das Ruhrgebiet noch immer ziemlich grau vor, aber jetzt erinnert es mich mehr an den Schwarzwald“. „Nur das Wetter in Wetter macht uns Probleme“, seufzt Regisseur und Kameramann Daniel Hedfeld. „Wir haben bei 40 Grad im Steinbruch angefangen und sind jetzt bei 18 Grad im Altersheim angekommen, wenn das nicht mal ein Omen ist“, scherzt Regisseur René Sydow weiter.

Und dem Film-Laien wird gleich zur Aufklärung mitgegeben, dass ein Dreh meist nicht chronologisch abläuft. „Zwei Szenen, die im Film nur fünf Minuten auseinander sind, können an ganz unterschiedlichen Drehtagen aufgenommen werden. Daher sind gleiche Bedingungen so wichtig“, erklärt Film-Urgestein Heinz Krückeberg.

Laienschauspieler
machen tollen Job

Einig sind sich alle Künstler darüber, dass die jugendlichen Laienschauspieler, die extra für „Das geheime Zimmer“ gecastet wurden, einen hervorragenden Job machen: „Vor allem deren Engagement und das der Eltern ist ganz erstaunlich“, freut sich René Sydow. „Wir haben anfänglich allerdings unterschätzt, wie viel pädagogische Arbeit dazu nötig ist. Schließlich haben wir es nicht mit Profis zu tun. Die Jugendlichen brauchen viel Zuspruch, haben sich aber entsprechend toll entwickelt.“ Und Joachim Kappl wirft feixend ein: „Die denken mittlerweile schon besser mit als ich.“

Die Premiere des Films ist für den 18. November eingeplant, passend zur Local-Heroes-Woche in Wetter. „Denn natürlich ist das Projekt auch als Werbung für die Stadt konzipiert“, so Müller-Espey. Und dennoch ruht das finanzielle Risiko auf den Schultern der Lichtburg: „Je nachdem, wie wir den Film hinterher verwerten können, also auf Festivals oder in anderen Programmkinos und im Fernsehen, werden wir mehr oder weniger Gewinn machen. Zur Zeit arbeiten alle Team-Mitglieder aber ohne ordentliche Gage.“

 
 

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