ESV übernimmt Kliniken in Dortmund

Ev. Krankenhaus Lütgendortmund.
Ev. Krankenhaus Lütgendortmund.
Foto: Ralf Rottmann

Wetter/Dortmund.. Die Evangelische Stiftung Volmarstein übernimmt zu 100 Prozent die Geschäftsanteile der Evangelischen Krankenhaus GmbH Dortmund. Zu ihr zählen das Evangelische Krankenhaus Lütgendortmund und das Evangelische Krankenhaus Bethanien.

Mit der Übernahme der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften „übernimmt die ESV nicht nur die beiden Klinikstandorte mit ihren rund 650 Arbeitnehmern, sondern garantiert auch die Umsetzung eines langfristigen Medizinkonzeptes und notwendige Investitionen in die beiden Standorte“, heißt es in einer Presseerklärung. Für die Beschäftigten gibt es eine Arbeitsplatzgarantie bis 2013. Mit einer Ausnahme: Die 150 Servicekräfte, also Reinigung und Wäscherei, dürfen nur bis Ende des Jahres sicher bleiben.

„Es ist unser Ziel, die evangelischen Krankenhäuser in kirchlich-diakonischer Trägerschaft zu erhalten und weiter zu entwickeln“, so Markus Bachmann, kaufmännischer Vorstand der ESV. Die Stiftung ist eine Einrichtung für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Sie hat ihren Sitz in Wetter und betreibt Häuser und Dienste mit über 2500 Mitarbeitenden in Volmarstein, im Ennepe-Ruhr-Kreis und im Raum Hagen.

Mit der Übernahme des Krankenhauses Haspe im Jahr 2006 habe die ESV „die strategische Entscheidung getroffen, sich neben dem Orthopädischen Fachkrankenhaus auch im Bereich Akutmedizin zu engagieren“, so Bachmann. „Das orthopädische Leistungsspektrum der Dortmunder Häuser werden wir in unser Gesamtunternehmen integrieren und gezielt ausbauen“, heißt es bei der ESV.

Für eine Optimierung der Versorgung

Ein Zentrum für Altersmedizin, ein Herz-Kreislauf-Zentrum, ein Onkologisches Zentrum und ein Zentrum für Psychosoziale Medizin sollen künftig zur Profilierung beitragen. „Für unsere Bereiche Behinderten- und Altenhilfe ergeben sich dadurch weitere Möglichkeiten, die Versorgung der von uns betreuten Menschen zu optimieren.“

Chancen zu einer verbesserten Zusammenarbeit sieht der neue Eigentümer vor allem in Bereichen wie der Radiologie, der Apotheke, im Labor, der Medizintechnik, der EDV und der Verwaltung. Pfarrer Jürgen Dittrich, Vorstandssprecher der ESV: „Neben den Synergien bestehen darüber hinaus deutliche Vorteile im Rahmen von Verhandlungen zum Beispiel mit Krankenkassen und Lieferanten“.

Die Häuser sind „in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage“, so Bachmann auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Es gebe ein Millionen-Defizit. Deshalb habe bei der Übernahme auch nicht der Kaufpreis im Vordergrund gestanden. Über ihn wurde Stillschweigen vereinbart. In den nächsten fünf Jahren, so die Ankündigung, will die ESV zehn Millionen € in die neuen Standorte investieren.

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