Erinnerungen an großzügigen „Onkel Gustav“

Zur Feierstunde am Grabmal Gustav Vorstehers auf dem alten Friedhof kamen auch der Ur-Urneffe, Dr. Dieter Vorsteher mit Tochter Saskia, aus Berlin. Bürgermeister Frank Hasenberg hielt die Gedenkrede.
Zur Feierstunde am Grabmal Gustav Vorstehers auf dem alten Friedhof kamen auch der Ur-Urneffe, Dr. Dieter Vorsteher mit Tochter Saskia, aus Berlin. Bürgermeister Frank Hasenberg hielt die Gedenkrede.
Foto: WP
Vor 100 Jahren ist der Wetteraner Gustav Vorsteher, Industrieller und Mäzen, gestorben. Ihm zu Ehren veranstaltete der Heimatverein eine Gedenkstunde am Grabmal, an der auch der Ur-Urneffe Dr. Dieter Vorsteher mit Tochter Saskia teilnahm.

Wetter..  Er hat den Wetteranern das Krankenhaus-Grundstück, ein Waisen- und Pflegehaus, den Stadtwald am Harkortberg, den Harkortturm und das Bürgerhaus geschenkt. Das größte Geschenk aber machte Gustav Vorsteher den Bürgern der Harkortstadt wohl mit dem Rathaus. Zur Erinnerung an den bedeutenden Mäzen, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum hundertsten Male jährt, richtete der Heimatverein gestern eine kleinen Feierstunde am Grab Vorstehers auf dem alten Friedhof an der Bornstraße aus.

Bürgermeister Frank Hasenberg erinnerte in seiner Ansprache kurz an den Werdegang des aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Ehrenbürgers Gustav Vorsteher und würdigte dann besonders das Engagement von Lisa Thiel und Marit Roschin vom Heimatverein: Sie hatten unermüdlich Spenden für die Sanierung des Grabmals gesammelt und anschließend die Handwerker beim Restaurieren des imposanten Vorsteher-Grabmales betreut, an dem sich die Teilnehmer der Gedenkstunde versammelten. Neben der Sparkassenstiftung hatte auch der Ur-Ur-Neffe Vorstehers, Dr. Dieter Vorsteher, finanzielle Hilfe bei der Grabmalsanierung geleistet. Er und seine Tochter Saskia waren extra aus Berlin zur Gedenkstunde nach Wetter gekommen.

Mit den über 5000 Euro wurden vielfältige Arbeiten finanziert - unter anderem die Reinigung und der nachhaltige Schutz vor Schmierereien (Graffiticleaner aus Dortmund), die Modellierung und Befestigung von zwei fehlenden Puttenköpfen (Madian-Art aus Herdecke) sowie die Aufarbeitung der Inschrift (Timothy Vincent) und die Pflege der Grünanlagen (Stadtbetrieb). Gespendet wurde zudem ein kleines eisernes Türchen (Firma Tonetti) mitsamt Anstrich (Firma Sauer) das die Grabstätte zusätzlich schützen soll.

Kinder enthüllen Gedenktafel

Ebenfalls gespendet wurde eine Gedenktafel (Firma Kohlisch), die zwei Zweitklässlerinnen der katholischen St. Rafael Grundschule am Ende der Feierstunde enthüllten. Zuvor jedoch trugen Emily und Josefine ebenfalls einige kleine Überlieferungen an den übrigens kinderlos gebliebenen Ehrenbürger der Stadt vor: „Er wurde von den Kindern in unserer Stadt nur Onkel Gustav genannt, denn er hatte immer offene Ohren und Hände für die Kleinen.“ Mit Ewald Kusserow sei er sogar ins Schuhhaus Geldmacher gegangen und habe ihm Schuhe gekauft. Emily und Josefine versicherten schließlich: „So einen Onkel Gustav wünschen wir uns in Wetter auch heute.“

 
 

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