Elternhaltestelle soll Schulweg am Schraberg sicher machen

Für die Grundschule Schraberg haben Kinder, Schulleitung, Vertreter von Polizei, Stadt Herdecke und der BI Semberg eine Elternhaltestelle eingerichtet bzw. gestaltet.
Für die Grundschule Schraberg haben Kinder, Schulleitung, Vertreter von Polizei, Stadt Herdecke und der BI Semberg eine Elternhaltestelle eingerichtet bzw. gestaltet.
Foto: WP
  • Eltern sollen Kinder nicht vor Schulgebäude bringen
  • Zwei neue Haltestellen sollen Lage entzerren
  • Grundschüler gestalten Gehweg

Ende..  Ein kleiner Geburtsfehler ist offensichtlich: Das neue Schild für Herdeckes erste Elternhaltestelle ist kaum zu sehen, hängt es doch zu hoch an einem Straßenlaternenmasten in der Erdbrügge. Das werde aber korrigiert und tiefer gehängt, hieß es am Dienstag bei einem Ortstermin der Grundschule Schraberg.

Diese hat seit Jahren das Problem, dass einige Eltern ihre Kinder am liebsten bis ins Klassenzimmer kutschieren wollen. „Speziell bei Regen fahren sie möglichst nah an das Schulgebäude am Ende der Sackgasse in der Neuen Straße heran“, berichtet der Polizist Hans-Joachim Theuerkauf. „Das gibt wegen der beengten Straßensituation schon mal Chaos, bei dem kleine Kinder leicht übersehen werden können, was zum Glück noch keinen schlimmen Unfall nach sich gezogen hat.“

Markierung auch in der Alten Straße

Nicht nur der Bezirksbeamte, auch die Schule sieht Handlungsbedarf. Später als geplant konnte sie nun aktiv werden. So ging die Klasse 1c mit Schulleiterin Sabine Jessinghaus und Lehrerin Katrin Engels (zugleich die Verkehrsbeauftragte) zur bestehenden Erdbrügge-Schulhaltestelle. Daneben warteten Detlef Plett von der Bürgerinitiative Semberg und der städtische Klimaschutzmanager Jörg Möller-Piontek. Das Ausflaggen einer Elternhaltestelle – eine zweite wird in Schulnähe an der Alten Straße eingerichtet – ist die Fortsetzung der Klimaschutzaktion, die die BI Semberg angestoßen hat. Ziel: den Schulweg sicherer machen, die Umwelt schonen. Kinder sollen an der Erdbrügge aussteigen und von dort zur Schule laufen, während Eltern ohne Wendemanöver weiterfahren können.

Als weiteren Hinweis neben dem Schild pinselten die Erstklässler mit gelber Farbe Schuhabdrücke auf den Gehweg. Plett hatte Holzschablonen mitgebracht, um den Weg vom „Mama-Taxi“ zur Schule vorzuzeichnen. Die Technischen Betriebe wollen noch den abgesenkten Bordstein blau anstreichen. „Der Bürgersteig ist breit genug für Fußgänger und Autos“, so Theuerkauf.

Laut Engels und Jessinghaus habe sich die Verkehrssituation beim Bringen und Abholen direkt vor der Schule zuletzt schon etwas gebessert. „Die Eltern haben wir über diese zwei neuen Haltestellen informiert. Aber am besten erreichen wir sie über ihre Kinder“, so die Schulleiterin, während die Erstklässler fleißig den Boden bemalten oder hinauf zum Halteschild schauten.

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