Eindeutig zweideutige Bettgeschichten beim Koffertheater

Das Koffertheater um Peter Steinmeyer (links) und Kris Köhler probt für die Boulevard-Komödie „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“ in der Lichtburg.
Das Koffertheater um Peter Steinmeyer (links) und Kris Köhler probt für die Boulevard-Komödie „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“ in der Lichtburg.
Foto: WP
Das Koffertheater Wetter inszeniert die flotte Boulevard-Komödie „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“. Premiere ist am Samstag in der Lichtburg.

Wetter..  In den vergangenen Jahren hat das Team des Koffertheaters Wetter das Spartenprogramm etabliert. Von Kinderunterhaltung bis hin zu Mystery soll dem Publikum ein breites Spartenprogramm geboten werden. Weniger Zeit blieb daher in den letzten drei Jahren für klassische Boulevard-Komödien. Um so erfreulicher, dass das Ensemble um den neuen Regisseur Nils Findling am Samstag, 14. November, um 20 Uhr das Stück „Wie wär’s denn, Mrs. Markham?“ nach Ray Cooney und John Chapmann auf die Lichtburg-Bühne bringt.

„Solch eine Inszenierung braucht unglaublich viel Vorbereitungszeit, angefangen vom Bühnenbild bis hin zur Größe des Ensembles und den Proben“, erklärt Nils Findling, der selbst bisher zehn Jahre lang als Schauspieler auf der Bühne gestanden und im Ruhrgebiet bei verschiedenen Stücken Regie geführt hat.

Proben seit Juli

Seit Juli probt das neunköpfige Ensemble, darunter drei Schauspieler des Jugendtheaters, zwei- bis dreimal pro Woche für die Komödie. Findling: „Die Proben sind zeitaufwendig. Bei uns spielen professionelle Schauspieler mit, die dadurch zeitlich eingeschränkt sind, genauso wie diejenigen, die die Schauspielerei sozusagen nebenberuflich machen. Daher ist es umso schöner, dass wir bei diesem Stück als großes Ensemble auftreten können.“

Das Original der Boulevard-Komödie spielt Anfang der 1970-er Jahre und hat damals mit typisch britischem Humor amüsiert. Die Inszenierung des Koffertheaters ist aber inhaltlich an die heutige Zeit angepasst und ein wenig „entstaubt“ worden – ohne den wahren Humor von Boulevard-Komödien zu verändern. „Ich habe manches umgeschrieben und modernisiert. Es ist natürlich kein klassisches Familienstück. Hiermit überschreiten wir, vorsichtig ausgedrückt, eine Grenze. Denn es geht um Affären und Bettgeschichten, Verwechslungen und Verwicklungen“, so Findling. Es wartet so manch Anzügliches auf das Publikum, wie es in Boulevard-Komödien nun mal so üblich ist.“

Joanne Markham lebt mit ihrem Mann Phillip, der in deren Haus eine Verlagsagentur für Comichefte betreibt, an der Küste Südkaliforniens.

Neun Schauspieler dabei

Im Original übrigens spielt das Ganze noch in England - passend zum typisch Britischen. Das Ehepaar führt ein ruhiges Leben. Zumindest bis dahin. Alles ändert sich, als sie von ihrer Freundin Linda gebeten wird, ihr doch ein Appartement zur Verfügung zustellen für einen ganz speziellem Zweck: Für einen Seitensprung! Von da an nimmt die Komödie ihren Lauf. Zum Ensemble gehören Guido Dubielzig, Mona und Kris Köhler, Annette Montag, Peter Steinmeyer und Alina Stöteknuel und vom Jugendthater Merlin Schöke, Rhiannon Sleath sowie Maria Sichelschmidt. Die Regieassistenz übernimmt Kirsten Gürster.

„Wenn das Stück hoffentlich richtig gut ankommt beim Publikum, werden weitere Aufführungen im kommenden Jahr folgen“, sagt Regisseur Findling.

Zwischen diesen Aufführungen steht im Dezember noch das Kindertheater mit „Urmel“ im Veranstaltungskalender des Koffertheaters.

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