Ein Stück Freiheit für die Kunst

Jürgen Theobald
Die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung feiert auf dem Gelände der Firma Dörken an der Wetterstraße in Herdecke ihr 25-jähriges Bestehen. Friedemann Uhl, Student an der Uni Witten/Herdecke zeigte Bildhauerarbeiten als Teil des Studium Fundamentale.
Die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung feiert auf dem Gelände der Firma Dörken an der Wetterstraße in Herdecke ihr 25-jähriges Bestehen. Friedemann Uhl, Student an der Uni Witten/Herdecke zeigte Bildhauerarbeiten als Teil des Studium Fundamentale.
Foto: WP
Beim Jubiläumsfest der Werner-Richard–Dr.-Carl-Dörken-Stiftung kamen Hunderte auf ihre Kosten. Um das Wirken der Stiftung einmal praktisch vorzuführen, hatten die Verantwortlichen einen Parcours mit sämtlichen Fördergebieten aufgebaut.

Herdecke.  Ob Ergometertraining, Bildhauerei oder ein Konzert des Schöntaler Männerchores: Beim Jubiläumsfest der Werner-Richard–Dr.-Carl-Dörken-Stiftung kamen Hunderte auf ihre Kosten. Der Idee folgend, den Bürgern von Herdecke und der Region das Wirken der Stiftung einmal praktisch vorzuführen, hatten die Verantwortlichen viele Attraktionen und einen Parcours mit sämtlichen Fördergebieten aufgebaut.

Auch die Redner waren beim vorausgegangenen Festakt voll des Lobes für das Wirken der Stiftung. Gisela Farwick als Vertreterin der Konzertbesucher: „Hier versammelt sich eine echte Musikfamilie. Die Stiftung beschert uns einen erbaulichen Musikgenuss in der angenehmen Gesellschaft Gleichgesinnter.“

Stipendiatin Kevili Dörken bedankte sich im Namen aller Stipendiaten für die mannigfaltige Hilfestellung der Stiftung durch die Finanzierung und ideelle Unterstützung bei der Teilnahme an Meisterkursen, bei ihrem Studium in Hannover sowie bei öffentlichen Auftritten und der Kontaktaufnahme zu anderen Musikern.

Christa Stronzik, Winfried Fechner alias Werner Richard und Dr. Jochen Plaßmann spielten in den Redepausen in szenischen Dialogen den Werdegang der Stiftung von der ersten Idee Werner Richards bis zur ersten Förderung.

Norbert Hilchenbach, der Intendant des Theaters Hagen stellte fest: „Wir haben die umfassende Förderung durch die Stiftung immer als Ansporn verstanden. Sie gibt uns durch die Kontinuität ihrer Zuwendung den Mut, auch einmal zu scheitern und sie macht uns Mut, aus dem Scheitern etwas noch Größeres entstehen zu lassen“.

Komponist Stefan Heucke fand dankbare Worte: „Es ist angesichts leerer Kulturkassen ein Segen für einen Künstler, so intensiv gefördert zu werden. Es bedeutet ein Stück Freiheit“. Im Anschluss an seine Festrede machte Heucke der Stiftung die Partitur seines neuesten Werkes zum Geschenk und dankte dem Asasello Quartett für die Uraufführung von Auszügen aus seinem Werk im Rahmen des Festaktes.

„Die Förderung der Universität Witten/Herdecke ist eine Sache des Vertrauen“, so Dekan Prof. Dr. Hans-Jürgen Lange, „die Stiftung ermöglicht es vielen jungen Menschen, sich zum Beispiel durch das Studium Fundamentale weiter zu entwickeln“.

Den stetigen Dialog der Museen zur Stiftung lobte Dr. Birgit Schulte, stellvertretende Leiterin des Osthaus-Museums: „Viele Ausstellungen im Osthaus-Museum ebenso wie im Museum Torhaus in Dortmund wären ohne die Initiative der Stiftung in ihrer Qualität und Variabilität nicht möglich“.

Prof. Norbert Thomas von der Bergischen Universität Wuppertal wünscht sich für die Kunstlandschaft mehr solche Aktivitäten wie die der Stiftung, während Christel Meining-Herzog, Leiterin des GVS-Altenzentrum das verantwortungsbewusste soziale Engagement der Stiftung lobte.