Dr. Katja Strauss-Köster bleibt Bürgermeisterin in Herdecke

Glückwunsch an die Amtsinhaberin: Katja Strauss-Köster ist klare Siegerin der Bürgermeisterwahl in Herdecke.
Glückwunsch an die Amtsinhaberin: Katja Strauss-Köster ist klare Siegerin der Bürgermeisterwahl in Herdecke.
Foto: WP
Katja Strauss-Köster bleibt mit 65,4 Prozent der Stimmen Bürgermeisterin in Herdecke. SPD-Herausforderer Jan Schaberick war enttäuscht.

Herdecke.. Ehemann Thomas hat Recht behalten. 60 plus X hatte er vorhergesagt. 65,4 Prozent standen am Ende auf der Anzeigetafel. Da hatte Katja Strauss-Köster, die nach Auszählung von zwei Dritteln der Wahllokale mit Applaus im Ratssaal empfangen worden war, schon die ersten Hände geschüttelt. Als schließlich auch der letzte Wahlbezirk an die amtierende Bürgermeisterin ging, brandete erneut Applaus auf. Und Katja Strauss-Köster lächelte nicht mehr nur, sondern strahlte.

Bürger, Freunde, Familie, die Unterstützer – auch die politischen – standen anschließend Schlange, um persönlich zu gratulieren. Unter ihnen der unterlegene Jan Schaberick. „Ich habe mit einem deutlich knapperem Ergebnis gerechnet. Wir müssen analysieren, warum es nun so gekommen ist“, sagte der enttäuschte SPD-Herausforderer und verwies etwa auf die geringe Wahlbeteiligung. Allerdings räumte er auch ein, dass das Ergebnis für den neuen Landrat Olaf Schade zeige, dass es auch in Herdecke ein hohes sozialdemokratisches Wählerpotenzial gebe und „wir uns fragen müssen, warum wir diese Schichten nicht für mich nutzen konnten.“

Der Amtsbonus seiner Kontrahentin sei ausschlaggebend gewesen. „Wobei ich schon überrascht bin, dass man mit so wenig Zukunftsperspektiven und wenig Inhalten ein solch gutes Wahlergebnis erzielen kann“, sagte der 30-Jährige am Sonntagabend. Mit Blick auf die Mehrheiten im Rat werde Strauss-Köster „schwierige fünf Jahre vor sich haben. Bis 2020 wollen wir als SPD zeigen, dass wir eine bessere Politik machen – und dann wollen wir das Bürgermeisteramt noch einmal angreifen.“

Schaberick hat nach eigenem Dafürhalten bis zuletzt engagiert gekämpft. „Für mich war es eine großartige Erfahrung, ich habe viel positives Feedback bekommen. Rückblickend hätte ich nur gerne mehr Hausbesuche gemacht, das war aber eine Zeitfrage.“

Katja Strauss Köster dagegen freut sich darauf, nun weitere fünf Jahre „mitzuregieren“. Und: „Die Bürger haben meine Arbeit anerkannt“, sagte sie am Abend. Sie habe es als sehr wohltuend empfunden, auch im Wahlkampf so viel Unterstützung von nicht parteipolitisch organisierten Bürgern zu bekommen. Für den KSK-Unterstützerkreis gab es am Abend im Bistro Panorama dann auch „die eine oder andere Runde“.

72 Termine in dieser Woche

Die Bürgermeisterin selbst blickte schon am Wahlabend wieder nach vorn. 72 Termine stehen in dieser Woche in ihrem Kalender. „Das war auch die Herausforderung, aus dem Amt heraus zu kandidieren“, sagte die Wahlsiegerin. Eine Anstrengung, die sich gelohnt hat. Dabei hatte sie selbst nicht damit gerechnet, ein so gute Ergebnis einzufahren. Zwei Kästen Bier hatte sie gegen sich selbst verwettet. Und mit dem Sieg verloren.

 
 

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