Der Wolfs-Bob der Pfadfinder zeigt schon Zähne

Der Streetbob der Pfadfinder St. Urban Ende.
Der Streetbob der Pfadfinder St. Urban Ende.
Foto: WP
Der Anstrich für den Weltmeister-Streetbob des Herdecker Teams ist erledigt. Testfahrten sind für die nächste Woche geplant. Und aktuell wird auch organisiert, dass viele heimische Pfadis beim Rennen in Winterberg ihr Team anfeuern.

Herdecke.. Konzentriert setzt Moritz Ludwig den feinen Pinsel an und zeichnet die schwarze Zackenlinie der Wolfszähne nach. Andere korrigieren noch kleine Löcher in der letzten Farbschicht des Streetbobs. „Wenn die Konturen von Wolfsmaul und Augen fertig sind, werden noch Nase, Ohren, Augenbrauen und Zunge aus Stoff angebracht.

Dann ist der Bob fertig“, erklärt Moritz Ludwig, schaut den hölzernen Wolf an und lacht: „Wir spekulieren ja auch auf den Design-Preis.“ Ludwig ist einer von sieben Gruppenleitern der Wölflinge vom Pfadfinderstamm St. Urban Ende-Syburg, die bei der ersten Streetbob-WM der WP am 6. September in Winterberg an den Start gehen werden.

Weil der orangefarbene Wolf das Symbol der 22 Herdecker Wölflinge ist, war von Anfang an klar, dass ein Wolfskopf die Seifenkiste zieren würde. Drei komplette Tage haben die Pfadis fürs Zusammenbauen des Bobs benötigt. Drei Gruppenstunden gingen dann noch einmal für den Anstrich drauf.

Am Donnerstagabend ist der Bob fertig geworden, aber noch hat niemand drin gesessen, geschweige denn ihn gefahren. Philipp Bönte und Moritz Ludwig, die als Piloten den Bob bei der WM lenken werden, sehen das ganz locker. Wofür soll man wissen, wie und ob die Bremsen funktionieren? „Bremsen brauchen wir nicht. Wer bremst, verliert“, lacht Philipp Bönte.

Ein paar Trainingsfahrten mit dem „Pfadi-Wolfs-Bob Herdecke“ wollen er und Moritz Ludwig aber nächste Woche doch noch absolvieren, bevor sie in Winterberg an den Start gehen. „Wer zur WM mitfahren will, kann mitfahren“, sagt Philipp Bönte, „wir organisieren das mit den Eltern.“ Denn schließlich brauchen die Wolfs-Bob-Piloten ja auch Fans, die sie beim Rennen anfeuern.

Ursprünglich hatten die Ender Pfadfinder die Teilnahme an der Streetbob-WM als Kinderprojekt geplant. „Uns war aber nicht so klar, dass die Kinder den Bob ja gar nicht fahren dürfen“, sagt Gruppenleiterin Magdalena Jeibmann. Deswegen freuen sich alle umso mehr, dass der Bob nach der WM bei den Pfadis bleiben wird: „Hinterher dürfen die Kinder ihn auf jeden Fall fahren. Und wir hoffen, dass es auch in Herdecke mal wieder ein Seifenkistenrennen geben wird, bei dem wir starten können.“

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