Café-Betreiber schaffen Fakten beim Freifunk

Das Café Erste Sahne in Herdecke hat einen Freifunk-Router in Betrieb genommen.
Das Café Erste Sahne in Herdecke hat einen Freifunk-Router in Betrieb genommen.
Foto: WP
Das Netz kostenloser Internetzugänge in Herdecke wird dichter. Auch Wengern und Volmarstein sind dabei. Das freut Café-Kundschaft, Käufer und Vereinsmitglieder.

Herdecke/Wetter..  Zuhause haben das schon die meisten Smartphone-Besitzer: Ohne großes Zutun verbindet sich ihr Superhandy mit dem Internet. Und flott fließen die Daten bei der Abfrage von Kurznachrichten wie bei der Suche nach Schnäppchen. Nur unterwegs müssen sich die Handy-Halter in Geduld üben. In Herdecke nicht mehr überall. Am Rathaus und in zwei City-Cafés gibt es Freifunk, auch Wetter kann erste Angebote vorweisen.

Auch Geschäfte und Vereine dabei

Der Aufwand war erstaunlich gering, berichtet Karin Schumacher vom Café „Erste Sahne“ in der Herdecker Fußgängerzone. Im Büro blinkt jetzt ein kleines Kästchen und verbindet die Kundschaft mit dem Internet. Gerade mal 20 Euro hat sie dieser Service gekostet. „Das wird selbstverständlich werden“, ist sie überzeugt. Großartig auf das Angebot aufmerksam machen muss sie nicht. „Die meisten Gäste probieren das einfach aus.“ Viel tun müssen sie wirklich nicht: In den Einstellungen auf Wlan gehen, nach verfügbaren Netzen schauen, Freifunk anklicken – und die flotte Datenreise kann beginnen. Bei Karin Schumacher auch noch an den Tischen draußen vorm Café.

Auch ein paar Meter weiter wird „Freifunk“ im Handy-Display angezeigt. Gleich drei der kleinen Sendestationen hat der Rheinische Hof angeschafft, zwei für den Hotelbetrieb, eine fürs Bistro. „Es gab immer mal wieder Anfragen“, sagt Inhaberin Kirsten von Eickels. Schließlich hat sie beim Freifunk-Verein Ennepe-Ruhr mit Sitz in Hattingen angerufen und ist bestens bedient worden. Im Internet gibt es auf den Seiten des Vereins Karten zum Stand der Dinge. In Herdecke sind die beiden Cafés verzeichnet und das Rathaus. Ebenfalls dabei: Die Büros von Grünen und SPD. Die SPD hat sich besonders für Freifunk ins Zeug gelegt.

In Wengern finden sich der Wengerner Hof und einzelne Geschäfte unter den Freifunk-Partnern, in Volmarstein das Geschäft C’est la vie oder auch ein Sportverein. In Alt-Wetter sendet die Sparkasse um einen markanten Punkt herum: Wer auf der Kaiserstraße auf der Parkbank gegenüber der Hauptstelle oder im Spielplatzbereich des neuen Bahnhofsvorplatzes sitzt, kann sich über das Online-Angebot der Sparkasse freuen. Weil es nicht Freifunk ist, muss eine kleine Anmeldung sein.

Vom Technikpartner Telekom und der eigenen Kundschaft weiß Sparkassensprecherin Heike Köhler, dass die Nutzerminuten seit der Einführung im Herbst ‘15 stetig nach oben gehen: „Einige Kunden haben erklärt, dass sie kleinere Wartezeiten nun mit Surfen im Internet überbrücken.“

Im Café Extrablatt am Herdecker Seeufer gibt es lange schon Internet für die Kundschaft. Einmalig einwählen müssen sich die Gäste schon. Darüber hinaus aber können sie anmeldefrei die neuesten Whatsapp-Nachrichten lesen oder Emails verschicken. Neu am Start heißt aber nicht unbedingt auf dem neuesten Stand der Technik. Das „Friedrich am See“ hat erst im vorigen Jahr aufgemacht. Freien Funk hat es nicht im Angebot.

 
 

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