C&A verlässt Wetter

Mit C&A verliert das Ruhrtal-Center in Wetter einen weiteren Mieter. Dann stehen vier Ladenlokale leer.
Mit C&A verliert das Ruhrtal-Center in Wetter einen weiteren Mieter. Dann stehen vier Ladenlokale leer.
Foto: WP
Mit C&A schließt im Juni das vierte Geschäft Ruhrtal-Center seine Pforten. Für Center-Managerin Monika Schmohel kein Grund zur Beunruhigung.

Wetter..  Keine gute Nachricht für das Ruhrtal-Center: Am 20. Juni schließt C&A. Gerade einmal viereinhalb Jahre nach Eröffnung des Einkaufszentrums im Herzen von Alt-Wetter werden Kunden am Eingang Kaiserstraße künftig von vier leerstehenden Geschäften empfangen. Wenn nach dem Blumengeschäft Sanders&Sanders, dem Franchisenehmer S.Oliver und Madonna nun auch C&A sein Ladenlokal geräumt hat, wird sich im vorderen Bereich der Etage gespenstische Leere breit machen.

Heike Wenge, Leiterin der C&A-Filiale in Wetter, bedauert die Schließung, kann die Entscheidung der Zentrale aber durchaus nachvollziehen. „Nicht kostendeckend“ seien die Geschäfte gelaufen, so Wenge, was sicherlich am zu geringen Umsatz, aber eben auch an der hohen Miete gelegen habe. Dabei hatte C&A nur kurze Zeit nach der Eröffnung auf die Kundenwünsche vor Ort reagiert und auch Herrenbekleidung ins Warensortiment mit aufgenommen. Die beiden festangestellten Teilzeitkräfte werden laut Heike Wenge in anderen Filialen unterkommen. Betroffen von der Schließung sind außerdem drei Aushilfen, die sich nun um andere Jobs kümmern müssen. Am verkaufsoffenen Sonntag, 7. Juni, wird C&A sich noch beteiligen; anschließend werde wahrscheinlich der Räumungsverkauf eröffnet, so Heike Wenge.

Verhandlungen laufen

Monika Schmohel, Managerin des Ruhrtal Centers, bleibt angesichts der Entwicklung ganz gelassen: „Ich weiß, das ist nicht schön. Und dass die Geschäfte nun alle im Eingangsbereich liegen, ist Zufall.“ Mit verstärktem Personaleinsatz würden derzeit intensive Gespräche mit Interessenten geführt, die als Nachfolger in Frage kämen. „Es laufen Verhandlungen, aber über den aktuellen Sachstand kann ich nichts sagen.“

Beunruhigend ist für sie die Schließung von inzwischen dann vier Geschäften nicht. „Nach fünf Jahren trennt sich erfahrungsgemäß die Spreu vom Weizen. Für uns ist das auch eine Chance, das Center zu optimieren.“ Und, fährt sie fort: „Handel ist immer auch Wandel.“ Sie denke da etwa an Nordhorn, wo sie ebenfalls ein Einkaufs-Center managt. Dort habe es vor drei Jahren eine ähnliche Entwicklung gegeben, das halbe Center schien leer. Inzwischen sei es wieder voll vermietet. „Solche Prozesse dauern oft Monate oder gar Jahre“, sagt sie und erinnert an das lange Warten auf die Doc-Morris-Apotheke im Ruhrtal-Center. Vier leerstehende Läden, die bereiteten ihr keine schlaflosen Nächte. Wenig beunruhigt klingt auch die Reaktion von Bürgermeister Frank Hasenberg auf das neue Loch im wetterschen Einzelhandel.

Bürgermeister bedauert Schließung

Über die städtische Pressestelle ließ der Erste Mann der Harkortstadt gestern vermelden: „Wir bedauern die Schließung der C&A-Filiale natürlich sehr. Damit fällt ein attraktives Angebot für die Bürgerinnen und Bürger in Wetter sowie für die auswärtigen Kunden weg.“

Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Ich hoffe, dass es dem Betreiber des Ruhrtal-Centers gelingt, schnell einen Nachfolger für die Ladenräume zu finden, damit sich die Menschen aus Wetter und Umgebung möglichst bald wieder über ein entsprechendes Angebot im Ruhrtal Center freuen können.“

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