Bewusstsein für den Wert der Menschen schaffen

Hagen/Ennepe-Ruhr..  Mit einer „Woche der Menschen mit Behinderung“ wollte die Arbeitsagentur sichtbare Zeichen für mehr Teilhabe von Behinderten setzen. Die Agentur für Arbeit Hagen und das Jobcenter Hagen haben sich beteiligt, um bei Arbeitgebern für mehr Inklusion im Arbeitsleben zu werben und auf die vorhandenen Beschäftigungspotenziale dieses Personenkreises aufmerksam zu machen, erklärt Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen.

1 Was wurde bei der Aktionswoche geboten?

Im Mittelpunkt der Aktionswoche stand die Ansprache der Unternehmen durch die Mitarbeiter im Arbeitgeber-Service. Alle Fachkräfte gingen auf die Betriebe zu und wiesen konkret auf geeignete Bewerber und die Unterstützungsmöglichkeiten durch die Arbeitsagentur hin. Dies hat sich gelohnt: mehr als 100 Betriebe sind kontaktiert und über 60 Vermittlungsvorschläge unterbreitet worden. Dies haben die Unternehmen gut aufgenommen. Neun zusätzliche Arbeitsstellen sind gemeldet worden, 13 Arbeitgeber haben direktes Interesse an einer Beschäftigung von Behinderten signalisiert.

2 Mit welchen Schwierigkeiten müssen Sie kämpfen?

Es bestehen noch zu häufig Vorurteile, Ängste und Bedenken gegen die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Wir wollten mit dieser Aktionswoche für die gleichberechtigte Teilhabe an Gesellschaft, Ausbildung und Arbeit sensibilisieren. Vielfach lässt sich das Arbeitsumfeld sehr gut organisieren. Bei solchen Fragen unterstützen die Experten der Arbeitsagentur, wie etwa ein Arbeitsplatz technisch gestaltet werden kann und wie wir finanziell dabei helfen.

3 Wer stellt behinderte Menschen ein?

Viele Unternehmen engagieren sich bereits bei der Integration behinderter Menschen. Einige davon sind auch kleine Betriebe, die dazu gesetzlich nicht verpflichtet sind. Entscheidend ist ein Bewusstseinswandel, dass behindert nicht automatisch leistungsgemindert heißt. Wir haben diese Woche aktiv genutzt, um die Unternehmen von Menschen mit Behinderung zu überzeugen. Unbegreiflich ist, warum Betriebe lieber eine Ausgleichsabgabe zahlen, statt motivierte Bewerber, teilweise sogar mit entsprechenden Zuschüssen, einzustellen.

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