Bessere Bezahlung soll Zukunft der Pflege sichern

Wetter/Herdecke.  Pflegeberufe haben Zukunft. Dennoch gilt die Arbeit in der Pflege als wenig attraktiv. Wie sich Unternehmen der Alten- und Krankenpflege erfolgreich als interessante Arbeitgeber vermarkten können, erfahren diese bei der Veranstaltung „Gute Arbeitgeber in der Pflege als Marke etablieren – Ein Weg zur Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung“ am 10. Oktober in der agentur mark. Henning Gluch ist bei der agentur mark für das Thema zuständig.

1 Wie dramatisch ist der Fachkräftemangel in der Pflege?

Alle Statistiken zeigen: Es gibt im Bereich der Pflege schon jetzt ein eklatantes Nachwuchsproblem. In der Altenpflege könnten aktuell über 30.000 Arbeitsplätze für Fachkräfte direkt besetzt werden, bis zum Jahr 2020 fehlen sogar 220.000 Pflegekräfte, so die Zahlen des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa). In der Pflege wirkt der demografische Wandel quasi doppelt. Zum einen fehlt der Nachwuchs an Fachkräften, zum anderen werden durch steigende Pflegebedürftigkeit immer mehr Fachkräfte gebraucht.

2 Was müssen Arbeitgeber tun, um attraktiv zu sein?

Die Basis für einen attraktiv wirkenden Arbeitgeber in der Pflege ist die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Meist ist die Identifikation der Pflegenden mit dem Berufsbild ohnehin sehr groß. Schließlich ist die Pflege eine Dienstleistung nahe am Menschen. Daher sollten sich die Einrichtungen selbst stetig überprüfen, ob es einer Veränderung von innen bedarf. Ein innerer Kulturwandel strahlt dann nach außen. Hier sind die Arbeitsbedingungen im Betrieb und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Thema. Und man muss ein Gesundheitsmanagement in den Betrieben einführen.

3 Müssen sich auch grundsätzliche Strukturen ändern?

Ja, die Attraktivität dieses Berufsbildes könnte auch über das Arbeitsentgelt gesteigert werden. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, damit Unternehmen auch mit diesem Argument beim Nachwuchs punkten können.

 
 

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