Baustellen-Fest in Alt-Wetter

W-Lan und Baustellenfest als Wirtschaftsförderungsmaßnahmen in Alt-Wetter. Sie packen dabei mit an (von links): Marcel Rembges (Freifunk), Bürgermeister Frank Hasenberg (SPD), Lars Langewiesche (Freifunk), Martin Pricken, Citymanager, sowie Peter Uphoff und Melanie Auras von der Wirtschaftsförderung
W-Lan und Baustellenfest als Wirtschaftsförderungsmaßnahmen in Alt-Wetter. Sie packen dabei mit an (von links): Marcel Rembges (Freifunk), Bürgermeister Frank Hasenberg (SPD), Lars Langewiesche (Freifunk), Martin Pricken, Citymanager, sowie Peter Uphoff und Melanie Auras von der Wirtschaftsförderung
Foto: WP
  • Mit einem Baustellenfest will die Stadt den Händlern in Alt-Wetter helfen
  • Straßensperrung sorgt für weniger Umsatz
  • Fördermittel für Innenstadt noch nicht abgerufen

Wetter..  30 Prozent fehlt in der Kasse, das ist die überwiegende Aussage der Geschäftsleute in der wetterschen City. „Wir haben keine genauen Zahlen“, sagt Melanie Auras von der städtischen Wirtschaftsförderung. Doch Citymanager Martin Pricken, der im regelmäßigen Kontakt mit den Anliegern ist, bestätigt das gute Drittel weniger. Die Baustellen und die damit verbundene Sperrung der Kaiserstraße sowie – schon länger, aber nicht weniger relevant – die Sperrung der Obergrabenbrücke machen den Geschäftsleuten zu schaffen.

Das Thema Baustelle will die städtische Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Citymanagement jetzt positiv ummünzen – mit einem Fest für Bürger und Kunden.

Reibekuchen vom Tätowierer

Am Freitag, 7. Oktober, heißt es von 16 bis 22 Uhr „Platz nehmen!“ Zwischen den Häusern Kaiserstraße 81 und 95 werden Tische und Bänke platziert, „und jeder, der Lust hat, kann seine eigene Sitzgarnitur auch noch mitbringen“, lädt Melanie Auras ein. Gemütlich soll es werden, aber nicht langweilig. Darum haben die Veranstalter vor allem für die jüngeren Besucher einiges vorbereitet. Während die Erwachsenen an den Tischen zum Klönen und Genießen zusammen kommen, können sich die Kinder am einen Ende der Straße auf der Hüpfburg austoben oder am anderen Ende auf dem Sand-Bauspielplatz buddeln und Burgen bauen.

Viele Geschäftsleute werden an jenem Spätnachmittag und Abend auf ungewöhnliche Weise aktiv. So gibt es beim Handyspezialisten ein Glücksrad, bei der Versicherung Waffeln und beim Tätowierer frische Reibekuchen. „Musik haben wir auch dabei“, verspricht Melanie Auras einen gelungenen Festabend. Und am Redaktionsmobil der WESTFALENPOST wird diskutiert und kostenlos fotografiert.

Fördermittel nicht abgefragt

Viel Aktion also für einen Bereich in der Innenstadt, der in der Vergangenheit einiges ertragen musste. Nach dem langen Umbau der unteren Kaiserstraße ist der teilweise Neubau des Kreisels an der großen Kreuzung eine weitere Belastung. Umso mehr verwundert es, dass die Mittel des so genannten Verfügungsfonds noch nicht einmal angefragt worden sind. Aus diesem Fördertopf können bis zu 5000 Euro für Maßnahmen beantragt werden, die die Innenstadt beleben und stärken. „Noch gibt es keine Anträge“, so Martin Pricken.

Er ist aber zuversichtlich, dass man das Geld noch bis Ende 2018 „los wird“. 40 000 Euro stehen zur Verfügung. Eine Förderung setzt allerdings eigenes Engagement der Antragsteller voraus, „doch können bis zu 50 Prozent möglicher Projektkosten gefördert werden“, so die Information des Citymanagements.

Ideen noch in den Köpfen

Dass die Umsetzung von Ideen, die bei diversen Zusammenkünften von Stadt und Gewerbetreibenden geboren wurden, noch auf sich warten lässt, sieht Bürgermeister Frank Hasenberg auch in der laufenden Neukonzeption des Stadtmarketings begründet. „Die Ideen sind noch in den Köpfen“, so Hasenberg. Man brauche aber eine möglichst einheitliche Struktur, um sie umzusetzen. „Eine große Zusammenarbeit aller, das wäre von Vorteil“, sagt der Bürgermeister.

Nun soll aber zunächst zusammen gefeiert werden. Und wer weiß, vielleicht lässt sich bei Bier und Bratwurst ja auch gemeinsam die eine oder andere gute Idee für den dringend notwendigen Aufschwung in der wetterschen City entwickeln.

 
 

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