Auch jetzt noch Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Herdecke/Wetter..  Bald erhalten die Schulabgänger ihre Abschlusszeugnisse. Viele Jugendliche wissen noch nicht, was sie ab Herbst beruflich machen wollen. Alle, die noch nichts haben, sollten sich jetzt dringend informieren, welcher Beruf ihren Wünschen entspricht und sich schnell bewerben – denn auf dem Ausbildungsmarkt geht noch was, weiß der neue Chef der zuständigen Arbeitsagentur Hagen, Marcus Weichert.

1 Sind denn jetzt noch Ausbildungsstellen frei?

In Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es insgesamt noch über 1000 offene Ausbildungsstellen, bei denen das Auswahlverfahren noch nicht abgeschlossen ist, für technische und handwerkliche Berufe genauso wie im Hotel- und Gaststätten- sowie im Sozial- und Gesundheitsbereich.

2 Welche Berufe können das konkret sein?

Das Handwerk sucht unter anderem noch Nachwuchs für Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Dachdecker oder Mechatroniker für Kältetechnik. Gerade hier gibt es gute Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zur Betriebsnachfolge. Attraktive Möglichkeiten mit sehr guten Perspektiven nach der Ausbildung bieten sich auch im Lager-Logistikbereich und als Berufskraftfahrer. Und wer sich für Körperpflege und Hairstyling interessiert, kann auch jetzt noch bei den Friseuren fündig werden. Außerdem bieten sich im Hotel- und Gaststättenbereich hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten in einer Branche, in der man eine wahre Hingabe zum Beruf entwickeln kann.

3 Wer hilft bei der Auswahl und bei der Bewerbung?

Ausbildungsstellen für alle Schulabgänger vermittelt die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Hagen. Die Berater haben hier den Marktüberblick. Ausbildungsbetriebe freuen sich immer über Bewerbungen von interessierten Jugendlichen. Und wie man sich bewirbt und auf einen Auswahltest oder ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, können die Jugendlichen gleich vor Ort mit den Profis beim Bewerbungscheck klären.

4 Lohnt sich eine Ausbildung vor dem Studium?

Schüler, die keinen Studienplatz oder Platz am Berufskolleg bekommen haben, können auch eine Ausbildung machen. Wenn aufgrund des Numerus clausus eine lange Wartezeit zu erwarten ist, kann man schon praktische Fähigkeiten und viel Grundwissen durch eine Ausbildung erwerben. Nach drei Jahren Ausbildung – immerhin sechs Semester Wartezeit – kann man ins Studium starten. Eine Ausbildung ist aber nicht nur eine sinnvolle Alternative, sondern auch eine gute Karrieregrundlage.

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