Anschläge auf Flüchtlingsheime sind „absolut erschreckend“

Ennepe-Ruhr.  Die Grünen im Kreis sind für eine „sachliche und lösungsorientierte Diskussion“ in der Flüchtlingsproblematik. So lautet ihr Fazit des jüngsten Neujahrsempfangs, der in der Kreisgeschäftsstelle in Witten stattfand.

Herausforderung für alle

Karen Haltaufderheide aus Wetter, Sprecherin des Kreisverbandes: „Mit einer Million Flüchtlingen, die nach Deutschland gekommen sind, davon zirka 320 000 nach NRW und 5000 in den EN-Kreis, standen und stehen wir vor einer der größten Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte. Viele Menschen sind durch diese Situation verunsichert.“ Neben der Versorgung der Flüchtlinge werde es die größte Aufgabe sein, den Menschen, die hier leben, Zuversicht für ein gelingendes Zusammenleben zu geben: „Integrationsarbeit für Flüchtlinge und Vertrauensbildung in die Kraft von Staat und Gesellschaft müssen Hand in Hand gehen“, so Haltaufderheide.

Irene Mihalic, grüne Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für innere Sicherheit: „Eine Antwort auf die Ereignisse der Silvesternacht in Köln in Form von mehr Waffen in privater Hand und der Mobilisierung von selbst ernannten Bürgerwehren führt in der Konsequenz nicht zu mehr innerer Sicherheit.“

Ungeeignet für den Wahlkampf

Die rechtsextrem motivierten Anschläge auf Flüchtlingsheime, die zur Zeit in ganz Deutschland, auch in Witten, verübt wurden, „sind absolut erschreckend.“ Rechtspopulistische und rechtsextreme Organisationen und Parteien versuchten, die aktuelle Stimmungslage für ihre rechte Hetze zu instrumentalisieren: „Wir dürfen niemals vergessen, dass es sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen um die Wahrung von Grundrechten geht.“

Paul Frederik Höller, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion: „Auch wenn die Wahlen von 2017 bereits ihre Schatten voraus werfen, sollten wir in dieser Zeit erst einmal den Wahlkampf sein und die Parteipolitik vorne weg lassen.“

 
 

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