Alternativen zu Trassen-Plan von Amprion

Herdecke/Berlin..  Die beiden Bundestagsabgeordneten Ralf Kapschack (Ennepe-Ruhr) und Marco Bülow (Dortmund) fordern von der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg die Prüfung von Alternativen zur bisher geplanten Amprion-Trasse der Höchstspannungsleitung von Dortmund über Witten und Herdecke nach Hagen. In dem Brief an Regierungspräsidentin Ewert kritisieren die beiden SPD-Politiker, dass dies bislang offenbar nicht geschehen sei.

Vor allem in Herdecke gebe es heftigen Widerstand gegen den Verlauf der Leitung. Auch Rat und Verwaltung haben sich dort dagegen ausgesprochen. Kapschack und Bülow wollen neue Diskussionen über Änderungen, etwa auch einen Verlauf der Leitung entlang der Autobahn 45, ergebnisoffen prüfen. „Nach unserem Eindruck ist die bisherige Planung allein darauf ausgerichtet, die bereits vorhandene Trasse für den Neubau zu nutzen. Alternativen, wie die von der Stadt Herdecke mit Schreiben vom 3. September erneut vorgeschlagene Trassenführung entlang der A 45, scheinen keine Rolle zu spielen“, heißt es in dem Schreiben mit Blick auf die Akzeptanz der Entscheidungen in der betroffenen Bevölkerung. Beim Amprion-Plan handele es sich nicht um eine „Erweiterung der vorhandenen Trasse, sondern um einen Neubau.“

Kosten und Klagen im Blick haben

Sowohl die Emissionen durch die deutlich verstärkte Leistung als auch die optisch bedrängende Wirkung der neuen, bis zu 87 Meter hohen Masten rechtfertigen es laut Kapschack und Bülow, über andere Trassenführungen nachzudenken. Kostengesichtspunkte seien für die geplante Trassenerweiterung nur vordergründig plausibel. „Denn absehbare Klagen dürften zu erheblichen Verzögerungen in der Planung und Realisierung und damit zu beträchtlichen Kostensteigerungen führen.“

Die Politiker betonen, dass sie die Notwendigkeit neuer Leitungswege sehen. „Allerdings scheint uns die notwendige Transparenz der Planung noch nicht hinreichend.“

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