Agentur für Arbeit schließt Geschäftsstelle in Wetter

Nächstes Jahr schließt die Agentur für Arbeit ihre Geschäftsstelle in Wetter. Wetteraner und Herdecker müssen dann zur Geschäftsstelle in Witten fahren.
Nächstes Jahr schließt die Agentur für Arbeit ihre Geschäftsstelle in Wetter. Wetteraner und Herdecker müssen dann zur Geschäftsstelle in Witten fahren.
Foto: Jens Büttner
  • Seit über 50 Jahren gibt es eine Geschäftsstelle der Arbeitsagentur Hagen in Wetter
  • Nächstes Jahr wird sie geschlossen; dann wird Witten neue Anlaufstelle
  • Davon betroffen sind über 2200 Wetteraner und Herdecker

Wetter/Herdecke.  Mit der Schließung der Arbeitsagentur Wetter im nächsten Jahr endet eine Ära. Bis 1962 reichen allein die Daten des jetzigen Pressesprechers Ulrich Brauer zurück. „Damals lag die Arbeitslosenquote in Wetter bei 0,5 Prozent“, erinnert Brauer. Zum Vergleich: Heute liegt sie bei 4,5 Prozent. Viele Jahrzehnte also betreuten Mitarbeiter der Geschäftsstelle Wetter der Agentur für Arbeit Hagen in den Räumen an der Kaiserstraße (neben Matratzen Concord) Menschen aus Wetter und Herdecke ohne Arbeit, auf der Suche nach einem anderen Job oder auch Berufseinsteiger. Zuletzt war die Geschäftsstelle Wetter an der Carl-Bönnhoff-Straße 1 beheimatet. Sie soll nun im Laufe des kommenden Jahres geschlossen werden. Für Kunden aus Herdecke und Wetter ist dann die Geschäftsstelle Witten an der Schlachthofstraße zuständig. Einen genauen Termin kann Ulrich Brauer noch nicht nennen, da in Witten „noch kleinere Umbauten anstehen“.

2245 Menschen betroffen

In Zahlen bedeutet die Schließung in der Harkortstadt: Alle 2245 Wetteraner und Herdecker, die die Dienste der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen, müssen künftig nach Witten fahren.1200 von ihnen sind arbeitslos. Hintergründe für die Schließung der Geschäftsstelle seien die langfristigen Entwicklungen am Arbeitsmarkt, sinkende Arbeitslosenzahlen, steigende Beschäftigtenzahlen und die daraus resultierende Neuausrichtung der Geschäftspolitik der Bundesagentur für Arbeit. Hinzu komme das Erfordernis des Sicherheitskonzeptes für die Arbeitsagenturen, das im gemeinsamen Interesse von Kunden und Mitarbeitern stehe, aber in den kleinen Geschäftsstellen nicht aufrechterhalten werden könne. Besuche für Kunden ohne Termin seien in Wetter daher schon seit mehr als zwei Jahren nicht mehr möglich.

Die geplante Schließung gebe laut Arbeitsagentur nunmehr Gelegenheit, das Dienstleistungsangebot in Witten auszubauen, wieder klare und kundenfreundliche Öffnungszeiten zu realisieren und zugleich dem Sicherheitsaspekt Rechnung zu tragen. Mit der organisatorischen Änderung sei kein Personalabbau verbunden. Das Personal werde in Witten und damit weiterhin in der Nähe für die Kundinnen und Kunden auch aus Wetter und Herdecke eingesetzt. Die Schließung der Geschäftsstelle Wetter habe keine Auswirkungen auf die Hauptagentur in Hagen.

 
 

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