Zweiter Sprechtag für Bürger am Donnerstag, 9.August

Margret Brüring
Im Hamminkelner Rathaus-Foyer ist das Info-Zentrum der Bahn zum Ausbau der Strecke Oberhausen-Emmerich noch bis Ende August aufgebaut. Fotos: Johannes Kruck
Im Hamminkelner Rathaus-Foyer ist das Info-Zentrum der Bahn zum Ausbau der Strecke Oberhausen-Emmerich noch bis Ende August aufgebaut. Fotos: Johannes Kruck
Foto: WAZ FotoPool
Im Hamminkelner Rathaus können sich Interessierte den Planungsstand der Betuwe ansehen.

Hamminkeln.  PFA 2.3 (Mehrhoog) steht für den 9,8 Kilometer langen Streckenabschnitt des Betuwe-Großprojektes zwischen Emmerich und Oberhausen. Am Donnerstag hat die Deutsche Bahn einen zweiten Sprechstundentermin im Hamminkelner Rathaus angesetzt, bei dem betroffene Anlieger mit Projektingenieur Sven Nehring von der Deutschen Bahn über ihre ganz persönliche Situation ins Gespräch kommen können.

Wie sich die Deutsche Bahn die Planung für das dritte Gleis zwischen den Übergängen Butenfeld und der Stadtgrenze Rees vorstellt, lässt sich auf einer großen, farbigen Schautafel im Foyer des Hamminkelner Rathauses gut erkennen. Außerdem gibt’s eine Broschüre, die die Informationen zu den einzelnen Bahnübergängen entlang der Strecke enthält. Der Ausbau sieht vor, das neue, dritte Gleis östlich der heutigen Gleise zu legen. Im Bereich des Mehrhooger Bahnhofs sollen die beiden bestehenden Gleise umgebaut werden und neben dem neuen soll ein zusätzliches Überholgleis entstehen. Hier wird es einen neuen westlichen Außenbahnsteig und einen neuen Mittelbahnsteig geben.

Für die Bahnhofstraße sieht der in der Broschüre abgedruckte Planungsstand keineswegs die von der Politik seit Jahren eingeforderte Troglage der Gleise vor. Vielmehr soll die Straße in einem Bogen um den Bahnhof und unter die Gleise hindurch geführt werden. Dazu sind zwei Tunnel vorgesehen, einen zehn Meter breiten für den motorisierten Verkehr und einen 4,5 Meter breiten für Radfahrer und Fußgänger. Der Übergang Frietenweg wird durch den Ausbau der Seitenwege angebunden und damit geschlossen werden. Zwischen dem Butenfeld und der Wasserstraße sollen die insgesamt elf Übergänge durch Brücken und Tunnel ersetzt werden, bzw. komplett entfallen.

Stichwort Lärmschutz

Zum Stichwort Lärmschutz stellt die Deutsche Bahn in ihrem Prospekt fest, dass nach den schalltechnischen Untersuchungen an der 9,8 Kilometer langen Strecke auf rund 3,3 Kilometern Schallschutzwände westlich und östlich der Gleise vorgesehen sind.

Die Höhe variiert zwischen drei und vier Metern. Die Wände sollen so konstruiert sein, dass sie den auftretenden Schall nicht reflektieren und auch Mehrfachreflexionen zwischen vorbeifahrendem Zug und der Schallschutzwand ausgeschlossen werden. Durch regelmäßiges Messen und Schleifen der Schienen sollen die Lärmemissionen dauerhaft auf einer Gesamtlänge von 8,6 Kilometern reduziert werden. Für 210 Häuser, bei denen der Schallpegel trotz allem überschritten wird, sind Schallschutzfenster vorgesehen.

Noch kein Termin für die Planfeststellung in Sicht

Die Sprechstunde im Hamminkelner Rathaus am Donnerstag, 9. August, findet zwischen 14.30 und 17.30 Uhr im Ratssaal statt. Noch kein Datum gibt es für die Informationsveranstaltung, bei der die Bahn die Pläne der Öffentlichkeit vorstellen wird, und für die Offenlage der Pläne. Die Unterlagen befinden sich zum Teil noch beim Eisenbahnbundesamt, teilte die Bahn als Begründung mit. Außerdem ist sie gerade noch dabei, Änderungswünsche des Amtes einzuarbeiten.

Das Informationszentrum im Foyer des Hamminkelner Rathauses zieht am 31. August um nach Voerde und ist dort ab dem 3. September geöffnet.