Zeit als Thema

Schöne Momente, schöne Zeiteindrücke: Blick in die Ausstellung der Schüler.
Schöne Momente, schöne Zeiteindrücke: Blick in die Ausstellung der Schüler.
Foto: WAZ FotoPool

Hamminkeln.. Seit Urzeiten aktuell, zeitlos ergiebig: das Thema Zeit. Philosophen haben sich damit ebenso befasst wie Naturwissenschaftler.

Die 19 Schülerinnen und vier Schüler des Kunstkurses der zehnten Klassen an der Heinrich-Meyers-Realschule hatten ein Vierteljahr Zeit, ihren Abschluss nach drei Jahren im Wahlhauptfach Kunst eben diesem Phänomen zu widmen. Das mündete in eine interessante Ausstellung , der sie und ihre Lehrerin Ursula Meyer mit einem kleinen Programm einen schönen Rahmen verliehen.

Acrylbilder hatten die Schüler gemalt - mit Motiven, die bis in den Orbit reichten, Mosaik-Uhren hergestellt und Plakate mit Sentenzen zum Thema versehen. Eine der schönsten Erkenntnisse in diesem Zusammenhang: „Mit der Zeit kommt Verstand.“

Im Rahmen des von Gelsenwasser gesponserten Generationenprojektes hatten die Schüler unter anderem ihre Großeltern einbezogen. Nun war die Senioren-Union eingeladen. Mit Zeitbegriffen und Redewendungen („liebe Zeitgenossen“), spielte ihr Vorsitzender Heinz Breuer. Von der Kriegszeit über die Sommerzeit bis zur Altersteilzeit spannte er den Bogen und wünschte den Schülern viel Zeit - zum Reifen, zum Nach-den-Sternen-Greifen und vielem mehr. Für die bricht jedenfalls ein neuer Zeitabschnitt ihres Lebens an: Zwei von ihnen gehen in die betriebliche Ausbildung, die übrigen streben das Abitur oder Fachabitur an.

Schulleiter Manfred Niespor beleuchtete den Zeitbegriff aus naturwissenschaftlicher (Raum und Zeit) sowie philosophischer Warte (Zeit setzt Denken und Gedächtnis voraus). Er ließ die Relativität des Zeitempfindens plastisch werden und gab seinen, von vielen älteren Besuchern sicherlich geteilten Eindruck wieder, wonach seine Schüler mit jugendlichem Enthusiasmus die Zeit als etwas Gestaltbares begriffen.

Fünf von ihnen - Chantal Wodge, Eva Schmitt, Esther Hülsken, Esther Hasenkamp und Ann-Kristin Meyer - belegten seine These, dass Zeitbegriff, -bezug und -vorstellung je individuell verschieden sind. Auch die Musik am E-Piano mit unterschiedlichen Tempi stand für das Thema. Lehrerin Meyer hatte dafür eigentlich Kursteilnehmer gewinnen wollen. Aber denen fehlte dafür die Zeit.

 
 

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