Wüstensöhne und ein Mann in der Badewanne

Tolle Tänze bot die Prunksitzung des Elferrats der Kolpingsfamilie in der Niederrheinhalle.
Tolle Tänze bot die Prunksitzung des Elferrats der Kolpingsfamilie in der Niederrheinhalle.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Der Elferrat der Kolpingsfamilie feierte eine gelungene Prunksitzung in der Niederrheinhalle. Das Programm von Tanzgarden über Büttenredner bis zu vielen karnevalistischen Hits zum Mitsingen kam gut an.

Wesel..  Eine überaus gelungene Prunksitzung feierte der Elferrat der Kolpingsfamilie. Das Publikum war begeistert und die Stimmung in der bunt geschmückten Niederrheinhalle prächtig. Das war die logische Folge eines erneut tollen Programms, das die agile Truppe um Präsident Jürgen Göbeler auch in diesem Jahr den Narren anbot.

Viele Besucher waren sich nach der Sitzung einig: Man muss nicht nach Köln fahren, um schönen Karneval zu feiern. Schließlich hatte der Abend alles zu bieten, was ein jeckes Herz begehrt. Von Tanzgarden über Büttenredner und natürlich vielen karnevalistischen Hits zum Mitsingen, es war für jeden was dabei.

Traditionell eine Woche vor den tollen Tagen traf so die Kolpingsfamilie auch bei der 67. Auflage mal wieder den Nerv der Weseler Narren. Schon beim Einmarsch des Elferrates mit dem Fanfarencorps sowie mit befreundeten Tollitäten aus Dingden und Ossenberg sprang der Funke über.

Nach dem folgenden ersten gelungenen Auftritt der Kindertanzgarde, gefolgt von der ersten Rakete des Abends, freuten sich die Besucher über den „Lieve Jung“ aus Ossenberg.

Als „Mann in der Badewanne“ sorgte Ludger Opgenorth, Sitzungspräsident der KAG Ossenberg, für gute Laune und „strippte“ sich problemlos in die Herzen der närrischen Damen. Ihm folgte die vereinseigene Musikgruppe „Mittendrin statt nur dabei“.

Mit viel Bühnenerfahrung rockten die Kolping-Eigengewächse unter Leitung von Christoph Brincks gekonnt die Halle. Auch der Auftritt der „Pillhöhner“ und der Showtanz der Kindertanzgarde des Elferrates sorgten für lautstarke „Wesel, helau“-Rufe.

Nach der Büttenrede des „Polizisten“ Rainer Roos, der humorvoll aus dem Alltag eines Schutzmannes plauderte, war es Präsident Jürgen Göbeler vorbehalten, neben dem Kinderprinzenpaar Laura I. und Jan-Luca I. auch das „große“ amtierende Weseler Prinzenpaar Patrick I. und Kristin I. vorzustellen. Das tat er in diesem Jahr besonders gerne, schließlich ist die Prinzessin seit Kindertagen der Kolpingsfamilie verbunden und dort aktiv als Trainerin der Tanzgarde.

Die närrischen Oberhäupter hatten nicht nur Orden sondern auch „ihre Prinzengarde“ mitgebracht. Die lokalen Helden sorgten beim „Heimspiel“ mit ihren Tänzen für viel Spaß. Kaum zu glauben, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon Auftritte in der Karnevalshochburg Düsseldorf hinter sich hatten.

Auch die weiteren Programmpunkte hielten die Stimmung hoch. So etwa die „Wüstensöhne“, ein Duo aus dem Ruhrpott, der Büttenredner Hobi, die Kolping-Tanzgarde oder auch das „Männerballett“, das die Fußball-Weltmeisterschaft noch mal in Erinnerung rief.

Für den ehemaligen Präsidenten des CAW, Fita Moshövel, war es darüber hinaus ein ganz besonderer Abend. Er erhielt den goldenen Verdienstorden vom Bund Deutscher Karneval überreicht, was mit lang anhaltendem Applaus honoriert wurde.

Einen würdigen Abschluss bildete dann die „Werstener Music Company“, eine Bigband, die nahezu alle musikalischen Facetten drauf hat. Es war eine überaus gelungene Veranstaltung der Kolpingsfamilie. Schade, dass so manche leere Stühle in der Halle unübersehbar waren.

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