Wesels nächste Großbaustelle an der Dinslakener Landstraße

Noch fließt der Verkehr an der Einmündung der Kurt-Kräcker-Straße in die Dinslakener Landstraße. Bald wird er zeitweise zum Erliegen kommen.
Noch fließt der Verkehr an der Einmündung der Kurt-Kräcker-Straße in die Dinslakener Landstraße. Bald wird er zeitweise zum Erliegen kommen.
Foto: WAZ FotoPool
Auf Wesels Straßen wird weiter munter gebaut. Am Montag soll endlich Schluss sein mit der Schmalspur-Brücke an der Schermbecker Landstraße. Aber Ende des Monats wird eine neue, zweimonatige Großbaustelle eröffnet: an der Dinslakener Landstraße/Kurt-Kräcker-Straße. Mit erheblichen Folgen.

Wesel.  Es geht munter weiter mit Straßenbauprojekten und Umleitungen - nicht nur in Büderich, sondern auch mitten in Wesel. Vom 21. Oktober bis zum 20. Dezember wird der Bereich Dinslakener Landstraße/Kurt-Kräcker-Straße wegen Kanalarbeiten in Abschnitten teilweise und zeitweilig komplett gesperrt.

Dem bekannten Entwässerungsproblem im Bereich der Eisenbahnunterführung wollen die Stadtwerke mit einer Erweiterung des Abwasserkanals begegnen, wie ihr Prokurist Peter Bootz sagt. Helmut Kluthe, im Rathaus für Verkehrsangelegenheiten zuständig, wartet auf die Initiative der Stadtwerke zwecks Abstimmung.

Umleitungen abstimmen

Die mahnt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Ludger Hovest an, nachdem er in der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke von der neuen Großbaustelle erfahren hat. Nach den jüngsten Erfahrungen mit den Baustellen Friedenstraße und Schermbecker Landstraße fordert er, dass sich Stadt, Stadtwerke und der für einen Teil der betroffenen Straßen zuständige Straßenbetrieb NRW schnell zusammensetzen, um rechtzeitig die Folgen für die erforderlichen Umleitungen und die nötigen Beschilderungen festzulegen.

Die müsse weiträumig und eindeutig erfolgen, um unnötigen Suchverkehr zu vermeiden. Außerdem will er, dass Schleichverkehren, insbesondere im Schill-Viertel, vorgebeugt wird und man müsse bestimmte Ziele und Situationen berücksichtigen, wie etwa Verkehrsaufkommen bei Veranstaltungen in der Niederrheinhalle. Vielleicht sollte man Pkw- und Lkw-Verkehr trennen.

Hovest kommt in dem Zusammenhang auf die Luisenstraße zurück, deren Problematik zunehmenden Verkehrs während der Baumaßnahme noch gesteigert werde. Die Forderung nach Tempo 40 oder andere Maßnahmen seien zu diskutieren.

Drei Bauabschnitte

Folgende Abschnitte und Maßnahmen sehen die Stadtwerke vor:

1. Abschnitt, 21. Oktober bis 11. November: Halbseitige Sperrung Dinslakener Landstraße stadtauswärts. Unterführung Kurt-Kräcker-Straße bleibt beidseitig befahrbar;

2. Abschnitt, 11. November bis 2. Dezember: Vollsperrung Kreuzungsbereich Dinslakener Landstraße/Kurt-Kräcker-Straße;

3. Abschnitt, 2. bis 20. Dezember: Vollsperrung Unterführung Kurt-Kräcker-Straße, Dinslakener Landstraße beidseitig befahrbar.

Man habe Zeitpuffer einkalkuliert, was gewisse Verschiebungen, etwa witterungsbedingt, aber nicht ausschließe, so Bootz, der die Anwohner informieren will.

„Das muss groß vorbereitet werden - nicht dass da ein Chaos entsteht“, sagt Kluthe. Eine Verkehrssicherungsfirma müsse „Großtafeln“ für eine „großzügige Umleitung“ anfertigen. Unerlässlich: Ab Montag soll die Friedrich-Ebert-Brücke wieder voll nutzbar sein.

 
 

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