Wesel im Jahr 2022

In welche Richtung geht die Stadtentwicklung? Ein Konzept legt die Ziele fest, die aber noch diskutiert werden sollen. Foto: Hans Blossey
In welche Richtung geht die Stadtentwicklung? Ein Konzept legt die Ziele fest, die aber noch diskutiert werden sollen. Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey
Die Stadtentwicklung der nächsten zehn Jahre steht zur Diskussion. Wir stellen einige Stichpunkte vor.

Wesel..  Wo stehen wir? Wo möchten wir hin? Damit haben sich Fachleute im Rathaus anderthalb Jahre unter Federführung von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp beschäftigt. Entstanden ist das Stadtentwicklungskonzept 2022, das nun diskutiert werden soll (siehe unten). Hier einige Stichpunkte.

Siedlungs- und Verkehrsflächen: Das Korsett wird enger, nachdem das Land einen maximalen Flächenverbrauch von landesweit fünf Hektar pro Tag vorgegeben hat. Zwar liegt Wesel unter dem Landesdurchschnitt, doch muss die Stadt unter anderem durch den Bau der Umgehung viel Land verbrauchen.

Verkehrsplanung:
Der Wunsch nach einem weiteren Autobahnanschluss an der B 70 zur Entlastung der Schermbecker Landstraße besteht weiter. Der Lippemündungsraum soll einen Bahnanschluss erhalten. Gefördert werden sollen Nutzer von Bus und Bahn sowie Fußgänger und Radfahrer. Denn pro Tag legt jeder Weseler im Schnitt 4,4 Wege zurück. Davon sind 90 Prozent kürzer als fünf Kilometer.

Demografie und Umzüge:
Die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung sind in Wesel moderat. 10 000 Umzüge im Jahr bei rund 62 000 Einwohnern sind sehr viel. Die Hälfte davon findet innerhalb der Stadt oder sogar desselben Ortsteils statt.

Wohnungsbau:
Es gibt eine Verlagerung vom Neubau zur Bestandsentwicklung. Fürs Wohnen stehen knapp 30 Hektar an Reservefläche bereit, allerdings nicht zusammenhängend, sondern fast nur in Größen von weniger als einem Hektar. Die meisten dieser Flächen liegen linksrheinisch sowie in Bislich und in der Feldmark. Jährlich sollen 130 Wohneinheiten speziell ausgerichtet werden, vor allem barrierefrei.

Wirtschaft:

Wesel verfügt als Kreisstadt und Mittelzentrum der Region über einen gesunden Branchenmix. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe prägen das Bild. Dass das Angebot attraktiv ist, zeigt die Zentralitätskennziffer, die weiter steigt. Groß ist deshalb auch die Nachfrage nach Gewerbeflächen, sowohl von neuen als auch von bestehenden Unternehmen. Dabei soll nicht um jeden Preis jede Firma angelockt, sondern auf Qualität geachtet werden. Es wird angestrebt, das Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße Richtung Autobahn zu erweitern.

Landschaft:

Geplant ist eine Biotopvernetzung zwischen Aaper Busch und Diersfordter Wald, die Gestaltung zwischen Büderich und Ginderich sowie eine Erweiterung der Freizeitachse zwischen Rheinpromenade und Auesee Richtung Lippeverlegung.

Daten und Fakten

Der Entwurf des Stadtentwicklungskonzepts ist auf der Internetseite der Stadt Wesel (www.wesel.de) zu finden. Anregungen und Kritik können per E-Mail geschickt werden. Darüber hinaus gibt es am Dienstag, 28. August, um 19 Uhr eine Bürgerversammlung zu dem Thema. Sie findet im Ratssaal statt. Es folgt eine gemeinsame Sitzung des Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschusses mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung und dem Sozialausschuss am Dienstag, 30. Oktober, 16.30 Uhr. Beschlossen werden soll das Konzept dann in der letzten Ratssitzung des Jahres am Dienstag, 11. Dezember, um 16.30 Uhr.

 
 

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