Weiterer Stellplatz ist nicht nötig

In Rees gibt es eine Stellplatzanlage für Wohnmobile. Schermbecker Campingplatzbetreiber sehen dafür jedoch keinen Bedarf.
In Rees gibt es eine Stellplatzanlage für Wohnmobile. Schermbecker Campingplatzbetreiber sehen dafür jedoch keinen Bedarf.
Foto: NRZ

Schermbeck.  Die Entscheidung, ob am Hallenbad eine Stellplatzanlage für Wohnmobile errichtet wird, steht noch aus. In der Juni-Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses, fiel sie nicht.

Vielmehr sollte die Verwaltung die Betreiber der Campingplätze anschreiben. So sollte ermittelt werden, ob nicht jemand von ihnen beabsichtigt, eine solche Anlage auf dem eigenen Grundstück zu installieren.

Am Donnerstag kommt der Ausschuss erneut zusammen, wird sich dann mit dem Thema befassen. Zwei Campingplatzbetreiber haben geantwortet. Mit klarer Aussage: Sie sind alles andere als erfreut über die Absichten der Gemeinde.

Einer der Campingplatzbetreiber schreibt, dass auf vier Schermbecker Campingplätze bereits 30 genehmigte Stellplätze für Wohnmobile zur Verfügung stehen. Diese Flächen seien nicht ausgelastet, heißt es weiter in dem Brief. Es bedürfe deshalb nicht noch eines weiteren Stellplatzes. Und: „Aufgrund unserer Erfahrung werden sich die Einnahmen und Gelder, die die Wohnmobilisten in der Region lassen, mit den Neubaukosten einer solchen Fläche nicht rechnen.“ Ein anderer antwortete, dass viele der Schermbecker Plätze schon seit Jahren kurzfristige Camper beherbergen. Aufgrund der Zweitwohnungssteuer seien sie künftig vielleicht darauf angewiesen, diese Camper aufzunehmen, um weiterhin eine gesicherte Existenz zu haben. Unterm Strich sei klar, dass die Gemeinde keinen gesonderten Stellplatz für die Wohnmobile benötige.

Die FDP-Ratsfraktion hat angekündigt, in der Sitzung, die um 16 Uhr in der Gahlener Freizeitstätte beginnt, gegen die Errichtung einer Stellplatzanlage zu stimmen. Mit Blick auf die Antwortschreiben, so Ratsherr Thomas Heiske, stelle sich die Frage, warum ein zusätzlicher Bedarf bestehen sollte. Man sei auch gegen den möglichen Standort am Hallenbad, weil dadurch ein Großteil des Parkplatzes gebraucht werde. Badegäste hätten dann „keine Gelegenheit mehr, am Hallenbad zu parken“.

 
 

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