Vom Blues bis zum finnischen Tango

Von Lanko konnte das Publikum einfach nicht genug hören.
Von Lanko konnte das Publikum einfach nicht genug hören.
Foto: Johann Ridder WAZ FotoPool
Die Gruppe Lanko überzeugte in Wesel ihre Anhänger mit einem rundum gelungenen Konzert

Wesel..  Erst 2006 gegründet, gehören sie schon zu Wesel wie der Dom und das Berliner Tor: Die Blues-, Jazz- und Funkformation Lanko. Viele ihrer Fans denken wehmütig an legendäre Auftritte im Café Fehr zurück, dass längst zu klein geworden ist. Rund 200 Fans kamen am Freitagabend in das Studiotheater des Bühnenhauses.

Ein Grund für den stetig wachsenden Erfolg liegt wohl in der lockeren, spontanen Art der Combo um Frank Schut. „Ich kenne den Song nicht, bin aber sehr gespannt darauf“, sagt etwa Bassist Bas Rietmeijer, der für den erkrankten Bert Thompson eingesprungen ist und den Bandleader Schut erst am Morgen kennengelernt hatte. Proben sind nichts für sie, die einzelnen Parts werden per Mail getauscht, angehört und für gut befunden. Lanko ist eine echte Liveband, sie braucht die Atmosphäre einer ausgeleuchteten Bühne und die erwartungsschwangeren Blicke ihres Publikums. Und gleich mit dem ersten Stück („I’ve had my fun“) greifen sie zu und sorgen für Begeisterung. Bei dem folgenden „Mean Devil Blues“ besticht Gitarrist und Sänger Frank Schut mit seiner unverwechselbaren Stimme, getragen von Bas(s) Rietmeijers wummernden Klangteppich und gekonnt angetrieben von Stefan Janßen am Schlagzeug. Bei dem Titel „Come together“ durfte dann auch Kees Cuypers seine stimmlichen Qualitäten ausspielen. Im kongenialen Zusammenspiel mit Schwager (finnisch: Lanko) Frank Schut und unterstützt vom glänzend aufgelegten Dave Tschorz am Saxophon rissen sie das Publikum früh zu Beifallsstürmen hin. Dieses ging auch nach anfänglicher Unschlüssigkeit mit, als die Band inmitten von Blues- und Jazzkompositionen mit dem finnischen Tango „Satumma“ überraschte. „Es ist die heimliche Nationalhymne des Landes“, erklärte der finnisch holländische Kees Cuypers. Abgerundet wurde der Song durch en harmonischen Akkordeoneinsatz von Dave Tschorz. Nach zweieinhalb Stunden verabschiedete sich Lanko vom Publikum mit einigen Zugaben.

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