Viele Camper zieht es für einen Urlaub nach Wesel

Ilka und Heinz Hückel sind startklar für die nächste Radtour – es fehlt nur noch die Mütze. Eine Woche haben sie in ihrem Wohnmobil auf dem Stellplatz Römerwardt verbracht und die Umgebung mit ihren Fahrrädern erkundet.
Ilka und Heinz Hückel sind startklar für die nächste Radtour – es fehlt nur noch die Mütze. Eine Woche haben sie in ihrem Wohnmobil auf dem Stellplatz Römerwardt verbracht und die Umgebung mit ihren Fahrrädern erkundet.
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo
  • 45 Stellplätze auf Rasen und Schotterrasen bietet der Reisemobilstellplatz nahe der Rheinpromenade
  • Die Urlauber aus Deutschland und Belgien schätzen die Ruhe und die Spaziergänge entlang des Flusses
  • Die meisten sind auf der Durchreise und bleiben für ein paar Nächte, um die Gegend zu erkunden

Wesel.  Noch schnell den Schal umgebunden und die Mütze auf den Kopf, dann sind Ilka und Heinz Hückel startklar. Heute geht es mit dem Fahrrad auf die Eiszeittour – um den Auesee nach Bislich, weiter nach Diersfordt, über Hamminkeln, an Brünen vorbei Richtung Obrighoven zurück zum Reisemobilstellplatz „Römerwardt“. Denn dort stehen die Hückels seit gut einer Woche mit ihrem Wohnmobil. Damit sind sie nicht die einzigen. Rund 15 Wagen beherbergt der Stellplatz nahe der Rheinpromenade.

„Fahrrad fahren kann man hier am Niederrhein wirklich sehr gut“, sagen die beiden, die eher zufällig in Wesel gelandet sind. „Wir wollten für eine Woche weg und haben geschaut, wo das Wetter gut ist. Und das war hier einfach am besten“, erinnert sich Heinz Hückel an die Prognose. Und dafür fahren sie auch gerne fünf Stunden von Hamburg bis nach Wesel. Rheinauf und rheinab seien sie bereits mit ihren Rädern gefahren, jetzt peilen sie eben die circa 50 Kilometer lange Strecke über Hamminkeln an. „Wir werden ein paar Abkürzungen nehmen“, verrät Ilka, „das wäre dann doch ein bisschen viel.“ Kater Karlo bewacht derweil das Wohnmobil. Sollte es ihm zu eng werden, dann kann er nach draußen – seine Besitzer haben vorgesorgt. „Da hinten haben wir eine Katzenklappe eingebaut. Dann kann er ins Gebüsch“, sagt der Hamburger. Seine Frau ergänzt: „Ein Gebüsch ist eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl eines Stellplatzes. Wir wollen ja, dass sich Karlo wohlfühlt.“ Dann fangen beide an laut zu lachen. „Ja, wir sind etwas bescheuert.“

Auch Tonny Ooemen und Vera Hermans schieben ihre Fahrräder Richtung Ausgang – Diersfordt ist das Ziel. Die beiden Belgier sind wie auch die Hückels zum ersten Mal auf dem Platz an der Römerwardt. „Uns gefällt es hier richtig gut“, sagen die Camper aus Antwerpen. Seit vier Jahren reisen sie mit ihrem Mobil im Radius von drei Stunden und kommen so auf circa 10 000 Kilometer im Jahr. Bald soll es auf die große Reise nach Spanien gehen. Doch bis es soweit ist, erkunden Tonny und Vera den Niederrhein – neben Wesel waren sie auch schon in Goch, Kalkar und Xanten.

Ady und Gudrun Truschkowski verfolgen fast den gleichen Plan. Die Urlauber aus Lübbecke haben eine Tour über Kleve, Kalkar, Geldern, Straelen nach Wesel hinter sich. Doch eigentlich war die ursprüngliche Absicht eine andere. „Dieses Mal wollten wir an die Mosel. Das Wetter sollte dort aber nicht so toll sein. Also haben wir uns für den Niederrhein entschieden“, sagt Ady Truschkowski. „Uns gefällt es gut hier, deshalb machen wir auch schon zum zweiten Mal Halt“, ergänzt Ehefrau Gudrun. Schön ruhig sei es am Rheinufer und ein Spaziergang sehr erholsam. Außerdem mögen die beiden die Innenstadt von Wesel sehr.

Monika und Dieter Paff haben den Stellplatz für Reisemobile im August 2011 mit zunächst 26 Plätzen eröffnet, heute gibt es 45 Stellplätze auf Rasen und Schotterrasen nahe der Rheinpromenade. Da die Betreiber selbst gerne mit ihrem Reisemobil unterwegs sind, konnten sie ihre Erfahrungen bei der Anlage und Ausstattung in die Planungen mit einbeziehen. So sind die Stellplätze circa sieben Meter breit und bis zu 10 Meter lang. Vom 1. April bis 31. Oktober kostet ein Stellplatz neun Euro, in der anderen Jahreshälfte sieben Euro.

 
 

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