Viele Bürger werden zur Kasse gebeten

Hamminkeln.  Es ist nicht auf ihrem Mist gewachsen, aber absegnen muss die Kommunalpolitik die geänderte „Satzung über die Umlegung des Unterhaltungsaufwandes für fließende Gewässer.“ Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich eine neue Aufteilung, mit der die Wasser- und Bodenverbände im ganzen Land ihre Beiträge erheben. Die Landesregierung hatte im Sommer diese neue Aufteilung beschlossen und in Gesetzesform gegossen. Demnach müssen Eigentümer von versiegelten Flächen künftig 90 Prozent der Kosten zahlen, Besitzer von Freiflächen nur noch zehn Prozent aller anstehenden Kosten.

Gute Nachricht für die Stadt. Sie kann künftig die Personal- und Verwaltungskosten für die Umlage des Aufwands einbeziehen: macht 25 842 Euro. Der Wasser- und Bodenverband Obere Issel erhöht seinen Verbandsbeitrag um 15 741 Euro. Viel gravierender allerdings dürfte für die Hamminkelner die Änderung der Berechnungsgrundlage sein. Dadurch, dass die Eigentümer 90 Prozent der Kosten tragen müssen, die versiegelten Flächen allerdings wesentlich kleiner als die freien Flächen sind, steigen die Gebührensätze für die versiegelten Flächen um ein Vielfaches. Dagegen sinken die Gebühren für die übrigen Flächen um ein Vielfaches..

Aus der Politik kam bereits der Wunsch an die Verwaltung bei der Versendung der neuen Gebührenbescheide ein Begleitschreiben zu verfassen, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass die Kommunalpolitik diese teilweise heftigen Gebührenerhöhungen nicht zu verantworten hat, sondern das Land.

 
 

EURE FAVORITEN