Verzicht auf Teilnahme an Radel-Aktion des RVR

Wesel..  Die Aktion „Stadtradeln in der Metropole Ruhr“ wird ohne die Beteiligung Wesels stattfinden. Darauf verständigten sich am Dienstagabend die Fraktionsvorsitzenden. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hatte die Kommunen durch den Landrat gebeten, an dieser Kampagne in einem Zeitraum zwischen dem 1. Mai und dem 30. September teilzunehmen.

An 21 zusammenhängenden Tagen sollen möglichst viele Kilometer per Rad für den Klimaschutz zurückgelegt werden. Zwar befürworten die Weseler Politiker grundsätzlich die Aktion, doch in diesem Jahr fehle die notwendige Vorbereitung. Denn dazu gehöre nicht nur die Organisation, sondern beispielsweise auch die Suche nach Sponsoren, um Preise für die Teilnehmer zur Verfügung zu stellen. Da die Stadt bislang noch keine Erfahrung mit einer solchen Teilnahme hat, entsteht ein höherer Aufwand als bei anderen Kommunen, so die Einschätzung im Rathaus. Zudem sei der Aktionskalender 2014 schon ziemlich voll, so dass es schwierig werde, das Projekt unterzubringen. Gleichzeitig wies die Bürgermeisterin die Fraktionsvorsitzenden darauf hin, dass die Aktion Stadtradeln vornehmlich dazu diene, Menschen in einer Stadt zu motivieren, das Fahrrad verstärkt im Alltag zu nutzen. In Wesel sei das Rad längst eine feste Größe. 28 Prozent der Bürger fahren in der Kreisstadt mit dem Rad, das seien rund 59000 Fahrten täglich. Eine Zahl, die die Mobilitätsbefragung im Oktober vergangenen Jahres ergeben hatte. Im Landesdurchschnitt würden zwölf Prozent aller Wege und Fahrten mit dem Rad unternommen. Um die „Nahmobilität“ in Wesel weiter zu fördern, gebe es sicher geeignetere Aktionen.

Außerdem stellten sich die Teilnehmer der Runde die Frage, ob bei dem Begriff „Stadtradeln in der Me­tropole Ruhr“ eine Teilnahme Wesel wirklich passe.

 
 

EURE FAVORITEN