Tradition oder Moderne - welcher Baum in Wesel ist schöner?

Der geschmückte Stahlbaum auf dem Großen Markt vor den leuchtenden Fassaden der Trappzeile inklusive der historischen Rathausfassade.
Der geschmückte Stahlbaum auf dem Großen Markt vor den leuchtenden Fassaden der Trappzeile inklusive der historischen Rathausfassade.
Foto: Markus Joosten
  • Der Stahlbaum auf dem Großen Markt erhitzt immer noch so manches Gemüt
  • Dabei zeigt er sich diesmal sogar in Grün und im Lichterglanz mit Sternen
  • Für ein traditionelles Exemplar hat die CDU erstmals auf dem Kornmarkt gesorgt

Wesel. Es ist wie überall im Leben: die Geschmäcker sind auch in Sachen Weihnachtsdeko sehr unterschiedlich. Während bei den einen ganz klar die traditionellen Farben Grün und Rot dominieren - Tannengrün und rote Kugeln zum Beispiel - mögen es andere eher dezent in Grau und Weiß oder sie schmücken ihren Adventskranz und Christbaum kunterbunt.

Sterne und künstliches Grün

Eine Mischung aus Modernem und Traditionellem bietet diesmal der umstrittene Stahlbaum, den die Immobilien- und Standortgemeinschaft Domviertel zum mittlerweile achten Mal auf dem Großen Markt aufgestellt hat - vielleicht ein Kompromiss, um auch diejenigen zufrieden zu stellen, die in dem Gestell nur ein Gerippe sehen. Nun gut, auch das Tannengrün ist künstlich, dafür gibt es neben lauter kleinen Lämpchen auch hübsch beleuchtete Sterne, die dem 20 000 Euro teuren Weihnachtssymbol am Ende doch etwas Heimeliges verleihen. Bei der Premiere 2009 hatte es schließlich Kritik von allen Seiten gehagelt, die auch in den Folgejahren nicht abebbte. Denn viele möchten lieber eine ganz normale Fichte oder Tanne auf dem Platz, so wie es früher immer war.

Kugeln und Geschenkpakete

Immerhin schaffte es der schlichte Stahlbaum und damit auch Wesel bundesweit in die Medien - allerdings wurde die stilisierte Tanne auch als der hässlichste Weihnachtsbaum Deutschlands bezeichnet. Und während sich manche längst ein bisschen an den krassen Gegensatz zwischen historischer Rathausfassade beziehungsweise Willibrordi-Dom und der kühlen Christbaumvariante gewöhnt haben, muss es für andere nach wie vor ein echtes Exemplar sein.

Die CDU zelebrierte deshalb am Samstag das Aufstellen und Schmücken des Tannenbaumes mit mehreren Spitzen - inklusive der gesamten Unionsspitze. Mit Kugeln, Schleifen und Geschenkpaketen plus Lichterkette steht auf dem Kornmarkt nun ein Exemplar, nach dem sich viele Weseler gesehnt haben. Es wurde übrigens gestiftet, und schon jetzt gibt es Spender für das nächste Jahr, so dass das ungleiche Duo nur ein wenige Meter voneinander entfernt eine Dauerlösung zu werden scheint.

Der Stahlbaum wiegt übrigens 700 Kilogramm und ist elf Meter hoch. Damit ihn nichts umhauen kann, gibt es 1,5 Tonnen wiegende Fundamente. Hergestellt wurde das außergewöhnliche Stück in der Schmiede von Bernd Buschmann in Lackhausen. Es besteht aus mehreren Teilen.

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Welcher Baum gefällt Ihnen besser? Der moderne auf dem Großen Markt, der diesmal ja eher klassisch daherkommt, oder der traditionelle auf dem Kornmarkt, für den die CDU gesorgt hat.

Sagen Sie uns Ihre Meinung, etwa per Mail an lok.wesel@nrz.de oder via Facebook. Gern können Sie sich auch auf herkömmlichem Wege melden: NRZ-Redaktion, Doelenstraße 5-7, 46483 Wesel.

 
 

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