Südumgehung verzögert sich

Hier soll die Südumgehung einmal münden beziehungsweise abführen: an der Ecke Schermbecker Landstraße/Einmündung Hagerstownstraße.
Hier soll die Südumgehung einmal münden beziehungsweise abführen: an der Ecke Schermbecker Landstraße/Einmündung Hagerstownstraße.
Foto: WAZ FotoPool
Keine guten Nachrichten gibt es in Sachen Südumgehung. Der Weseler SPD-Fraktionschef Ludger Hovest hat auf seine Anfrage hin Post vom Minister bekommen.

Wesel..  Der Bau der Weseler Südumgehung und damit die Anbindung an die neue Rheinbrücke verzögert sich weiter. Wie der Landesminister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, Michael Groschek, SPD-Fraktionschef Ludger Hovest auf dessen Anfrage jetzt mitteilen ließ, gibt es „die Notwendigkeit weiterer Grunderwerbsverhandlungen“.

Regenrückhaltebecken

Fest steht, dass ein im künftigen Straßenbereich ansässiger Gärtner mit seiner Anlage samt Wohnhaus weichen muss. Das sei bereits seit vier Jahren bekannt, sagt Hovest. Zudem müssten Regenrückhaltebecken verlegt werden, weiß der Sozialdemokrat, der ankündigt, an dem Thema dran zu bleiben. Immer wieder gebe es momentan Nachfragen nach dem Fortgang der Planung und dem Baubeginn - bei der Stadtverwaltung im Rathaus, aber auch bei anderen beteiligten Behörden, wie der Bezirksregierung in Düsseldorf.

Ob sich aus den anstehenden Grundstücksverhandlungen am Ende auch Planungsänderungen ergeben, bleibe abzuwarten, so das Ministerium. Und: Nach aktuellem Planungsstand wird der Beschluss noch in diesem Jahr erwartet.

Lärmtechnische Analyse

Nach dem bereits stattgefundenen Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren zur so genannten Südumgehung Fusternberg habe der Landesbetrieb Straßen NRW nun eine ergänzende lärmtechnische Untersuchung für das Netz der Bundesstraße 70 und der Landstraße 7 erarbeitet und vorgelegt. Dies sei auf Anforderung der Planfeststellungsbehörde in Düsseldorf erfolgt.

Einsatz beim Bund

Das Ministerium kündigt in seinem Schreiben an die Weseler SPD-Fraktion an, dass sich das Land beim Bund im Rahmen der turnusmäßig stattfindenden Bauprogrammbesprechungen für die Zustimmung zum Baubeginn und die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel einsetzen wird. Die Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bleibe aber erst einmal abzuwarten.

EURE FAVORITEN