SPD bleibt bei Betuwe hart

Hamminkeln.  Der SPD-Stadtverband hat einen hundertprozentigen Vorsitzenden: Während der Delegiertenversammlung am Mittwoch in Ringenberg vereinigte Bruno Lipkowsky die Stimmen aller 33 wahlberechtigten Mitglieder auf sich. Das Thema Betuwe spielte während der Sitzung eine zentrale Rolle.

Lipkowsky blickte auf die SPD-Politik in jüngster Zeit zurück. Man habe sich „dem Sparwillen der Verwaltung angeschlossen“, aber „wir müssen aufpassen, dass bei unserer ganzen Sparerei der Sozialbereich nicht leidet“, sagte er. Die jüngsten Informationen zur Betuwe-Linie bedeuteten „eine Bankrotterklärung der Bahn“. Die Grundwasser-Problematik sei vorgeschoben. „Wir bleiben das kleine gallische Dorf und halten an der Troglage für Mehrhoog fest.“ Michael Möllenbeck forderte, dass der angekündigte Besuch von Bahn-Chef Grube diesen unbedingt auch nach Mehrhoog führen müsse, damit er erahnen könne, was dort angerichtet werden solle.

Mitte November will die SPD ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2014 benennen. Die Bürgermeisterwahl werde ja wohl erst 2015 stattfinden, so Lipkowsky. Dazu wolle man „das Ergebnis unserer Kandidatensuche“ erst dann vorzustellen, wenn es erforderlich ist.

Nach den Vorstandswahlen bleibt Jörg Adams Lipkowskys Stellvertreter, Manfred Winter Kassierer, Bernd Störmer Bildungsbeauftragter. Karin Imhoff aus Brünen löst Wilfried Fenske als Schriftführer ab. Ihr Stellvertreter ist Michael Möllenbeck. Beisitzer sind Birgit Hoffmann, Ralf Lügger, Bernd Fasselt, Alex Schäfer und Margrit Portleroi.

SPD-Bundestagskandidat Dr. Ulrich Krüger schwor die Genossen auf intensive Überzeugungsarbeit im Wahlkampf-Finale ein. In Sachen Betuwe will er „das Meinige tun für einen bestmöglichen Lärmschutz“. Lipkowsky verbreitete hinsichtlich Krügers Wahlchancen Optimismus: „Der Innenminister muss sich einen neuen Staatssekretär suchen.“

 
 

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