Spaß an alten Autos

Internationale Haltec Classic durch den Naturpark Hohe Mark am 09.06.2013 Dr. Christoph Freitag, Petra Freitag - Ernst mit Morris Minor 1000 Cabr Bj. 1961 Foto: Gerhard Schypulla WAZ FotoPool
Internationale Haltec Classic durch den Naturpark Hohe Mark am 09.06.2013 Dr. Christoph Freitag, Petra Freitag - Ernst mit Morris Minor 1000 Cabr Bj. 1961 Foto: Gerhard Schypulla WAZ FotoPool
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Schermbeck.  Genau 30 Jahre nach seiner Erstzulassung wird ein Auto zum Oldtimer, so will es der Gesetzgeber. Die Niederrheinische Oldtimergemeinschaft Schermbeck & Westfalen sah es nicht ganz so eng, doch fast alle historischen Fahrzeuge nahmen diese Hürde locker. Schließlich waren auch Youngtimer bis Baujahr 1985 willkommen.

Fahrtleiter und Vorsitzender Hans-Peter Großjohann hatte für die 90 Teams wieder eine schöne Strecke, rund 130 Kilometer lang, durch den Naturpark Hohe Mark ausgesucht und sich Prüfungen ausgedacht, die Augenmaß und Geschick erforderten. Bei Mieczylaw Musa lautete die Aufgabe auf dem Schermbecker Rathausplatz zum Beispiel, sich einer rot-weißen Stange möglichst exakt auf drei Meter zu nähern. Vorwärts noch machbar, lag mancher Chauffeur bei der Rückwärts-Variante beim Schätzen etwas daneben. Auch Darts werfen („aber nicht aus dem Auto heraus, das wäre ja etwas für die Cabrios“) und eine Gleichmäßigkeitsfahrt waren zu absolvieren. Trotz möglichen sportlichen Ehrgeizes: Der Spaß am alten Auto, es zu bewegen und sich damit zu präsentieren, standen bei der Ausfahrt obenan. Die führte vom Start in Oberhausen durch Schermbeck, an der Erler Mühle und am Schloss Raesfeld vorbei zum Ziel in Reken.

Moderator Heinz Linden und Klaus Wasmuth, beide mit Gehrock und Zylinder, hießen die Teams am Rathaus nach absolvierter Aufgabe willkommen. Besonders hob er dabei das Ford Model A Tudor von Arnd und Stefanie Bruckmann hervor. Mit dem Baujahr 1931 war das 50 PS-Auto das mit Abstand älteste im Feld.

Satte 480 Pferdestärken, damit leistungsstärkstes Mobil, bot dagegen die 1972er AC Cobra der Schermbecker Ina und Hermann Höller. Zwar „nur“ knapp 300 PS stemmten sich im Cadillac Sixty Two Coupé auf die Kurbelwelle des Motors. Aber das amerikanische Dickschiff von Werner Blaha holte den Wert aus 6,4 Litern Motorhubraum. Damit hatte der Caddy die größte Maschine unter der Haube.

„Andere Fahrer können gerne dazukommen“, beschrieb Linden den offenen Charakter der Ausfahrt. Wer mit wollte, musste sich aber anmelden. Fast alle 76 Mitglieder des Vereins halfen mit, um eine möglichst reibungslose Tour zu gewährleisten. Ob im Käfer, Mercedes Cabrio, großen Opel oder im englischen Roadster: Spaß gemacht hat die Fahrt bestimmt.